Markt der Masken

  • Museumslager in Brüssel Vergrößern
    Museumslager in Brüssel
    Fotoquelle: NDR
  • Dr. Aissa Halidou neben dem Thron Mandu Yenu im Ethnologischen Museum in Berlin. Vergrößern
    Dr. Aissa Halidou neben dem Thron Mandu Yenu im Ethnologischen Museum in Berlin.
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    Gert Stoll ist Sammler afrikanischer Kunst. In seinem Hotel am Königsee stellt er Masken, Skulpturen und Nagelfetische aus Nigeria neben die Madonna aus der Barockzeit.
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    Die junge Studentin findet Afrikas Kulturobjekte nur in Europa, wie hier im Musée du Quai Branly in Paris.
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Kultur, Kunst und Kultur
Markt der Masken

Infos
Schwerpunkt
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2015
arte
Mi., 19.06.
21:50 - 22:45
Alte Kunst aus Afrika


Was bedeuten afrikanische Masken? Welche Rolle spielen sie bei uns - und welche in ihrem Herkunftsland ursprünglich? Auf welchem Wege und unter welchen Umständen kamen sie in unsere Museen und Galerien? Und was waren und sind die Motive der Sammler? Die Dokumentation nimmt den Zuschauer mit auf eine Entdeckungsreise in die Museen nebenan, zu den schönen Alltags- und Kultgegenständen, den geheimnisvollen Fetischen und Masken - der Kunst von unserem Nachbarkontinent. Wir begegnen den scheinbar "primitiven" Kunstobjekten aus Afrika - in schicken Vitrinen der Galerien, in Privatwohnungen leidenschaftlicher Sammler und Völkerkundemuseen. Geschichtsbewusste Afrikaner klagen heute Museumsdirektoren der "Raubkunst" an. Seit der französische Präsident Emmanuel Macron ankündigte, zu Unrecht entführte Kunst- und Kultgegenstände aus Afrika an die Ursprungsländer zurückzuführen, tobt eine Debatte. Denn was ist unrechtmäßig, was legal erworben? Fragen wie diese richten sich an die die Verantwortlichen des Musée du quai Branly in Paris und des Humboldtforums in Berlin. Der Film berichtet von verkannter Kultur und Geschichte und dem Hunger und der Gier der Sammler im Norden der Welt. Der Zuscahuer wird Zeuge von Kunstraub in Vergangenheit und Gegenwart Afrikas. In 200 Jahren wurde Afrika von seinen kulturellen Schätzen leergeräumt. Zu Tausenden gehortet finden wir sie in Museen, privaten Sammlungen und Galerien wieder. Und gerade deutsche Völkerkundemuseen verbergen im Fundus die reichsten Kollektionen aus Afrika. Der Kunsthistoriker Dr. Romuald Tchibozzo aus Benin und die Politologin und Panafrikanistin Dr. Aissa Halidou aus Niger führen durch den Film. Sie geben uns einen eigenen, persönlichen Zugang zur traditionellen Kunst ihres Kontinents und hinterfragen die Motive der Europäer - den "Blick der Weißen" von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Neue Ausgrabungen im Lande der Nok zeugen von jahrtausendealter Kunst in Königreichen, die ohne Schriftkultur in Vergessenheit geraten waren. Die reichen Funde aus dem Lande der Nok erstrahlen heute in Museen von Boston bis Brüssel und sogar in Tirol. Der Film entführt zu Voodo-Ritualen in Togo, zu kultischen Riten in Benin und zur Messe für primitive Kunst in Europa. Er steht gewissenmaßen am Drehkreuz der Zwischenhändler in Togo und trifft liebevoll-psychotische Sammler, begegnet Voodo-Fetischeuren und Museumschöpfern, Marktstrategen und Auktionsberatern - sie sammeln und handeln, sie tricksen und sie fälschen auch schon mal.


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