Drei Schwestern stranden auf dem Reiterhof ihres kauzigen Vaters. Weniger aus Sehnsucht, sondern eher, weil sie sonst nicht wissen, wohin. Hier, irgendwo in der Prärie des Nordens, erinnern sie sich, dass sie mal so was wie eine Familie waren. Bevor die Mutter wegging. Vater Matthiesen erwartet nicht viel vom Leben, außer genügend Alkohol und Gespräche mit seinem besten und einzigen Freund. Auch bei den Töchtern ist gerade nicht die Zeit für Glück. Doch irgendwie rappeln sie sich auf, sorgen gemeinsam für eine Kursänderung. Sogar der heruntergekommene Hof hat wieder eine Zukunft. Wenn auch anders als gedacht. Eine Familiengeschichte fern der Idylle, mit trockenem Humor und starken Charakteren. Der preisgekrönte Charakterdarsteller Matthias Habich gibt dem alten Matthiesen die herbe und trotzige, aber nicht uncharmante Ausstrahlung eines Mannes, den nichts mehr umhauen kann. Aus gleichem Holz sind seine ebenso starken wie stolzen Töchter geschnitzt, die trotz ihrer Misere nicht aufgeben. Die norddeutsche Komödie entstand in den Weiten von Mecklenburg-Vorpommern bei Stralsund. Für Western-Feeling sorgen die eindrucksvoll von Martin Langer bebilderte Heidelandschaft und Dominik Giesriegls erdige Countrymusik. Das großartige Drehbuch von Sathyan Ramesh schafft eine Balance zwischen Ironie und Ernst, die das Ensemble unter Regisseur Titus Selge spielfreudig umsetzt.