Mazel Tov

  • Janina Ostrovskaja (l.) bei den Feierlichkeiten zum 9. Mai in der Synagoge in Frankfurt. Sie leitet den Flüchtlingsverband, der für viele Auswanderer ein Anlaufpunkt ist, wo sie mit ihren Geschichten auf Interesse stoßen. Sie ist voller Energie und bemüht, dass sich die Menschen, die zu ihr kommen, wohlfühlen Vergrößern
    Janina Ostrovskaja (l.) bei den Feierlichkeiten zum 9. Mai in der Synagoge in Frankfurt. Sie leitet den Flüchtlingsverband, der für viele Auswanderer ein Anlaufpunkt ist, wo sie mit ihren Geschichten auf Interesse stoßen. Sie ist voller Energie und bemüht, dass sich die Menschen, die zu ihr kommen, wohlfühlen
    Fotoquelle: ZDF/Jörg Jeshel
  • Wolf Oulfski, 98 Jahre alt, hat die Blockade von Leningrad überlebt, bei der 900.000 Menschen verhungert sind. Für ihn ist es unverständlich, wie heute, nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, in dem 50 Millionen Menschen getötet wurden, noch Krieg als Mittel, ein Ziel zu erreichen, in Erwägung gezogen werden kann Vergrößern
    Wolf Oulfski, 98 Jahre alt, hat die Blockade von Leningrad überlebt, bei der 900.000 Menschen verhungert sind. Für ihn ist es unverständlich, wie heute, nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs, in dem 50 Millionen Menschen getötet wurden, noch Krieg als Mittel, ein Ziel zu erreichen, in Erwägung gezogen werden kann
    Fotoquelle: ZDF/Jörg Jeshel
  • Julia Bernstein ist von Russland zunächst nach Israel gegangen, bevor sie nach Deutschland weiterzog. Hier arbeitet sie vor allem als Künstlerin. Mit feinem Gespür macht sie in Zeichnungen und Geschichten auf die kulturellen Vorurteile und Missverständnisse aufmerksam Vergrößern
    Julia Bernstein ist von Russland zunächst nach Israel gegangen, bevor sie nach Deutschland weiterzog. Hier arbeitet sie vor allem als Künstlerin. Mit feinem Gespür macht sie in Zeichnungen und Geschichten auf die kulturellen Vorurteile und Missverständnisse aufmerksam
    Fotoquelle: ZDF/Jörg Jeshel
  • Der avantgardistische Schneider Leonid Sladkevich lässt sich von Gedichten zu außergewöhnlicher Mode inspirieren. Als seine Familie aus ihrer Stadt im Ural nach Deutschland auswandern wollte, wurde sie von Nachbarn gewarnt, dass die Deutschen wieder Juden einsammeln und vergasen wollten Vergrößern
    Der avantgardistische Schneider Leonid Sladkevich lässt sich von Gedichten zu außergewöhnlicher Mode inspirieren. Als seine Familie aus ihrer Stadt im Ural nach Deutschland auswandern wollte, wurde sie von Nachbarn gewarnt, dass die Deutschen wieder Juden einsammeln und vergasen wollten
    Fotoquelle: ZDF/Jörg Jeshel
  • Dalia Monet hat sich als Leiterin der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt unermüdlich für die Integration der russischen Einwanderer aller Generationen eingesetzt und weiß um die Schwierigkeiten, die damit im Gemeindeleben verbunden waren Vergrößern
    Dalia Monet hat sich als Leiterin der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt unermüdlich für die Integration der russischen Einwanderer aller Generationen eingesetzt und weiß um die Schwierigkeiten, die damit im Gemeindeleben verbunden waren
    Fotoquelle: ZDF/Jörg Jeshel
Spielfilm, Dokumentarfilm
Mazel Tov

Infos
Originaltitel
Mazel Tov
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2009
Kinostart
Do., 26. November 2009
3sat
So., 13.08.
10:05 - 11:35


Nach der Grenzöffnung 1990 verließen Hunderttausende Juden die UdSSR. Viele gingen nach Deutschland und haben die jüdischen Gemeinden neu belebt, aber auch vor Herausforderungen gestellt. Der Film des vielfach ausgezeichneten Frankfurter Autorenpaars Mischka Popp und Thomas Bergmann vermittelt eine neue Perspektive auf jüdisches Leben heute und das Verhältnis von Russen zu Deutschland. Die nach Deutschland ausgewanderten Juden haben mit ihrer Mentalität und ihren Erfahrungen den jüdischen Gemeinden neue Impulse gegeben, stellten diese jedoch auch vor große Probleme: Diejenigen, die die jüdischen Gemeinden in Deutschland nach 1945 wieder aufgebaut hatten, waren Holocaust-Überlebende, die ihr Misstrauen den Deutschen, dem "Tätervolk" gegenüber, nie ganz überwunden haben. Die "Russen" kamen mit dem Bewusstsein, Deutschland von den Nazis befreit zu haben. Mentalitäten prallten aufeinander, zumal die Zuwanderer häufig atheistisch waren. In der UdSSR war ihre Religion verboten. Dalia Moneta, Leiterin der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt, hat sich unermüdlich für die Integration der Neuankömmlinge eingesetzt. Sie weiß von den Konflikten zu berichten und ist den "Russen" zugleich mit Interesse für deren bewegende Lebensgeschichten begegnet.

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Mazel Tov" finden Sie hier.


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