Was wir von Nordkorea zu sehen und zu hören bekommen, ist immer das Gleiche: Militärparaden, Kriegsdrohungen, Hungersnöte, abgemagerte Kinder und nicht zuletzt drei Generationen von scheinbar wahnsinnigen Diktatoren. Die in Südkorea geborene deutsche Filmemacherin Sung-Hyung Cho hat Nordkorea besucht und mit vielen Menschen gesprochen. Cho, Regisseurin von Heimatfilmen besonderer Art ("Full Metal Village"), hat sich auf eine eindrucksvolle Reise zur Erkundung dieser ihr fremden nordkoreanischen Heimat begeben. Die Menschen, denen Cho auf ihrer Reise begegnet - darunter Soldatinnen, Bauern, Näherinnen, ein Ingenieur und seine Familie - sind keine Zufallsbekanntschaften, sondern wurden vom Regime ausgesucht. Trotzdem entsteht durch die aufrichtig interessierten, respektvollen Fragen von Cho im Gespräch eine berührende Nähe, die einen Einblick gewährt hinter die Klischees und die - in den Industriezentren - protzige Propagandafassade einer uns verschlossenen Lebenswelt.