Kaum hat Greg Focker den Spiessrutenlauf mit Ach und Krach bewältigt, die stockkonservativen Eltern seiner Verlobten kennenzulernen, steht die nächste schwere Prüfung an: Die beiden Schwiegerelternpaare sollen miteinander bekannt gemacht werden. Das verspricht einigen Konfliktstoff, könnten diese doch unterschiedlicher kaum sein. Greg reist mit Pam und ihren Eltern Jack und Dina nach Florida, wo die eigenen Eltern leben. Dass die lange Reise in einem Wohnmobil unternommen wird, verschafft Jack eine willkommene Gelegenheit, seinem Schwiegersohn auf den Zahn zu fühlen. In Florida angekommen bewahrheiten sich Gregs schlimmste Befürchtungen. Denn Kontrollfreak Jack, seines Zeichens ehemaliger CIA-Agent, sind die Fockers von Beginn weg äusserst suspekt. Bernie und Roz leben als freizügige Althippies, und während Bernie nach Gregs Geburt gar nicht erst ins Berufsleben zurückkehrte, amtet Roz als Sextherapeutin. Man kommt sich jedoch schnell näher - was sich gar nicht vermeiden lässt, wenn gänzlich unterschiedliche Vorstellungen von Intimsphäre aufeinanderprallen. Ein Glück, dass wenigstens eine reizvolle Herausforderung den sichtlich genervten Jack auf andere Gedanken bringt: Es scheint nämlich, als ob Gregs Vergangenheit ein Geheimnis bärge, in das ein ehemaliges Dienstmädchen verwickelt ist. Der erfahrene Komödienspezialist Jay Roach («Austin Powers») setzt seinen Kinohit «Meet the Parents» nach dem bewährten Rezept fort, die Trümpfe des Vorgängers auszureizen. So ist «Meet the Fockers» noch unverschämter, die Pointen sind noch derber, und mit Dustin Hoffman und Barbra Streisand als Verstärkung lassen es nun noch mehr Stars so richtig krachen. Streisand hat für diesen Film gar eine achtjährige Auszeit beendet, und auch Hoffman hat die Rolle eines in die Jahre gekommenen unverblümten Blumenkindes offensichtliches Vergnügen bereitet.