Aufgrund einer Verwechslung wird Antonias Landgaststätte zum Sternerestaurant. Der um seinen Stern geprellte Edel-Chefkoch Rufus will Gerechtigkeit – ob Diana Amft und Stephan Luca wohl als Koch-Team harmonieren?

"Was erlauben die sich? Ich verwechsle doch auch nicht Fisch und Fleisch!" Sternekoch Rufus van Berg (Stephan Luca) zürnt – und das völlig zu Recht. In der neuen Ausgabe des Gourmetführers wurde seinem Kölner Edelrestaurant "Kupferkanne" der Stern aberkannt. Antonia "Toni" Janssens (Diana Amft) gleichnamige Landgaststätte in der Eifel hat hingegen einen spendiert bekommen. Die zufällige Namensgleichheit sorgte für die Verwechslung, doch der verantwortliche Verlag sieht's gelassen: "So kann's halt gehen im Computerzeitalter!" Für Rufus beginnen fortan die finanziellen Probleme, er fürchtet um seine Existenz, denn die Kunden seines Edelrestaurants wandern ab zur Gastwirtschaft – des einen Leid, des and'ren Freud'? Nicht ganz: Antonia ist völlig überfordert mit der neuen Situation, nur ihre Mutter wittert den großen Profit. Die romantische Komödie "Meine Mutter ist unmöglich" überzeugt am Freitagabend zur besten Sendezeit im Ersten.

Die tugendhafte Toni und der von sich selbst überzeugte Rufus können sich anfangs natürlich überhaupt nicht ausstehen: "Ey, du Heckenpenner!", ist das Erste, was die geerdete Gastwirtin dem schnöseligen Chefkoch um die Ohren feuert. Das ganze Konzept des Films ist aber selbstverständlich den Konventionen des Genres verpflichtet: Toni und Rufus verlieben sich irgendwann ineinander, müssen Probleme bewältigen und sich verlieren, um dann doch ihr Happy End zu erhalten. Auch wenn die Grundzüge der Handlung vorhersehbar sind – der Weg ist gespickt mit unterhaltsamen Momenten.

Für den Humor ist maßgeblich die titelgebende Mutter zuständig: "Tatort"-Kommissarin Margarita Broich brilliert als Mama Janssen neben der RomCom-erfahrenen Diana Amft ("Doctor's Diary"). Die direkte Art der beiden und ihr harmonisches Zusammenspiel garantieren hervorragende Szenen: "Jetzt nicht um den heißen Brei herumreden, wir sind Eifelfrauen!" Weniger gelungen sind hingegen die Binsenweisheiten, die von den Figuren geäußert werden: "Alte Liebe rostet nicht", "Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende" und und und. Sätze wie diese mag man einfach nicht mehr hören.

Etwas einfallslos ist leider auch der irreführende Name des Werks: Der generische Titel lässt einen biederen Familienfilm vermuten, stattdessen erwartet den Zuschauer eine charmante Liebeskomödie – und die überzeugt im Großen und Ganzen. "Futtern wie bei Muttern und ein Stern – ist ja schon irgendwie komisch?", fragt ein sensationsgeiler Reporter im Laufe des TV-Films. Damit bringt er es auf den Punkt: Das ist tatsächlich sehr komisch, und vor allem die Lachmuskeln der Zuschauer profitieren davon.


Quelle: teleschau – der Mediendienst