November 1989. Die Berliner Mauer, an und mit der Filmemacher Wolfgang Ettlich großgeworden ist, fällt. Schon zwei Monate später macht er sich mit seinem Kameramann auf die Reise in ein ihm unbekanntes Land - die DDR. Fünf Wochen sind die beiden unterwegs. Sie treffen Menschen, die von ihrem Leben und ihren Hoffnungen erzählen, die glücklich sind über die gewonnene Freiheit und doch nicht ohne Ängste in die Zukunft blicken. 25 Jahre später geht es noch einmal auf die Reise - nun in die neuen Bundesländer. Sie führt über Plauen und Dresden bis ins Dreiländereck bei Zittau, von Frankfurt/Oder nach Mecklenburg-Vorpommern und nach Berlin. Genauso spontan und zufällig wie 1990 besucht Ettlich dieselben Orte ein zweites Mal. Er will die Menschen von damals wiedertreffen und erfahren, wie deren Leben in den letzten 25 Jahren verlaufen ist; was sich verändert hat und wie sie sich verändert haben. Das Original-Material der ersten Reise gewährt Einblicke in den Alltag der Menschen und im Kontrast zu den neuen Aufnahmen werden die großen Veränderungen sichtbar. Haben sich die Hoffnungen der Menschen erfüllt, waren ihre Ängste begründet? Die Gespräche mit den wiedergefundenen Protagonisten geben Aufschluss über ihre Befindlichkeit heute. "Meine Reise in die DDR - 25 Jahre später" zeigt auf sehr persönliche Weise und beinahe beiläufig mit dem Charakter einer Urlaubsreise den Zustand des Landes im 25. Jahr der Wiedervereinigung.