Anne Frank wollte mehr vom Leben, als Hausfrau und Mutter zu werden. Die junge Jüdin plante, aus ihren Tagebuchaufzeichnungen nach dem Krieg einen Roman zu machen. Doch dazu kam es nicht. Im August 1944 wurde ihre Familie in einem Versteck eines Hinterhauses in Amsterdam entdeckt, NS-Schergen verschleppten sie in ein Konzentrationslager. Anne Frank war erst 15 Jahre alt, als sie sterben musste. Die Spieldokumentation "Meine Tochter Anne Frank" von Raymond Ley und Hannah Ley zeichnet jene beiden Jahre nach, die für die Betroffenen von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft geprägt waren. Berührende Interviews mit dem 1980 verstorbenen Otto Frank sowie einstigen Schulfreundinnen Anne Franks zeigen eindrücklich, welch große Träume diese junge Frau einst hatte und welch schreckliches Ende sie erfahren musste. Dank Annes Vater, Otto Frank, der als einziger der Familie den Holocaust überlebte, wurden die tiefsten Ängste und Sehnsüchte der jungen Frau nach ihrem Tod doch noch veröffentlicht. Ihre Aufzeichnungen sind mehr als nur das Tagebuch einer Pubertierenden. Sie sind ein einzigartiges Zeitdokument über das Leben einer jüdischen Familie, die sich zwei Jahre lang auf engstem Raum vor den Nazis versteckt hatte.