Menschen hautnah

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    Vanessa bekommt vom Täter regelmäßig Briefe aus dem Gefängnis.
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    Trotz des schweren Schicksals: Vanessa blickt positiv in die Zukunft.
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Report, Gesellschaft und Soziales
Menschen hautnah

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D
WDR
Do., 15.02.
22:40 - 23:25


Vanessa ist wunderschön, hat einen Job und steht mitten im Leben, als sie im Februar 2016 früh morgens mit ihrem Hund spazieren gehen will. Dann passiert es: Der Ex-Freund lauert ihr vor der Wohnung auf und schüttet ihr hochprozentige Schwefelsäure ins Gesicht. Einen Tag vorher hatte die damals 26-Jährige mit ihm Schluss gemacht. Die Säure frisst sich sofort in ihre Haut. Ex-Freund Daniel F. gibt zu: "Ich wollte sie hässlich machen". Vanessa wird nun nie wieder so aussehen wie früher. Das halbe Gesicht ist weggeätzt, das linke Ohr zur Hälfte von der Säure aufgelöst, auf einem Auge ist sie blind. Seit dem Anschlag versucht die 28-Jährige ins Leben zurückzukehren. Doch der Täter macht es ihr schwer. Er sitzt zwar seit der Säureattacke hinter Gittern, ist aber trotzdem ständig präsent. Immer wieder schreibt er Vanessa aus dem Gefängnis Briefe, handgeschrieben. Sie liest jeden einzelnen. "Ich kann nicht anders", sagt Vanessa, die seit dem Anschlag ständig auf der Suche nach dem "Warum" ist und sich durch die Briefe Antworten erhofft. Das Attentat hat sich auch in Vanessas Seele gefressen. Ein Jahr lang begleitet unser Kamerateam die 28-Jährige auf dem Weg in ein neues Leben. Anfangs überwiegen noch Schmerzen, Trauer und Wut, doch Vanessa blickt nach vorne. Sie erfährt viel Unterstützung aus ganz Deutschland. Unter anderem von Alessandra aus Hövelhof bei Paderborn - auch sie ist Opfer eines Säure-Anschlags. Der gelernten Kosmetikerin Vanessa war ihr Äußeres immer wichtig. Ihr Ex-Freund wusste das. Zwölf Jahre muss er ins Gefängnis. Genauso lange wird Vanessa mit weiteren OPs und Behandlungen zu kämpfen haben, schätzen ihre Ärzte. Gegenüber 'Menschen hautnah' hat sich Täter Daniel F. ausführlich geäußert. In mehreren Briefen beantwortet er die Fragen unserer Reporter nach den Gründen seiner Tat. Spürt er Reue? Der Film zeigt eine starke, junge Frau, die sich zurück ins Leben kämpft. Eine Frau, die für immer entstellt bleibt und trotzdem selbstbewusst durchs Leben geht. Eine Frau, die mit ihrer Geschichte auch anderen betroffenen Frauen Mut machen will.

Thema:

Wenn aus Liebe Hass wird - Vanessas Leben nach dem Säureattentat

Vanessa ist wunderschön, hat einen Job und steht mitten im Leben, als sie im Februar 2016 früh morgens mit ihrem Hund spazieren gehen will. Dann passiert es: Der Ex-Freund lauert ihr vor der Wohnung auf und schüttet ihr hochprozentige Schwefelsäure ins Gesicht. Einen Tag vorher hatte die damals 26-Jährige mit ihm Schluss gemacht. Die Säure frisst sich sofort in ihre Haut. Ex-Freund Daniel F. gibt zu: "Ich wollte sie hässlich machen". Vanessa wird nun nie wieder so aussehen wie früher. Das halbe Gesicht ist weggeätzt, das linke Ohr zur Hälfte von der Säure aufgelöst, auf einem Auge ist sie blind. Seit dem Anschlag versucht die 28-Jährige ins Leben zurückzukehren. Doch der Täter macht es ihr schwer. Er sitzt zwar seit der Säureattacke hinter Gittern, ist aber trotzdem ständig präsent. Immer wieder schreibt er Vanessa aus dem Gefängnis Briefe, handgeschrieben. Sie liest jeden einzelnen. "Ich kann nicht anders", sagt Vanessa, die seit dem Anschlag ständig auf der Suche nach dem "Warum" ist und sich durch die Briefe Antworten erhofft. Das Attentat hat sich auch in Vanessas Seele gefressen. Ein Jahr lang begleitet unser Kamerateam die 28-Jährige auf dem Weg in ein neues Leben. Anfangs überwiegen noch Schmerzen, Trauer und Wut, doch Vanessa blickt nach vorne. Sie erfährt viel Unterstützung aus ganz Deutschland. Unter anderem von Alessandra aus Hövelhof bei Paderborn - auch sie ist Opfer eines Säure-Anschlags. Der gelernten Kosmetikerin Vanessa war ihr Äußeres immer wichtig. Ihr Ex-Freund wusste das. Zwölf Jahre muss er ins Gefängnis. Genauso lange wird Vanessa mit weiteren OPs und Behandlungen zu kämpfen haben, schätzen ihre Ärzte. Gegenüber 'Menschen hautnah' hat sich Täter Daniel F. ausführlich geäußert. In mehreren Briefen beantwortet er die Fragen unserer Reporter nach den Gründen seiner Tat. Spürt er Reue? Der Film zeigt eine starke, junge Frau, die sich zurück ins Leben kämpft. Eine Frau, die für immer entstellt bleibt und trotzdem selbstbewusst durchs Leben geht. Eine Frau, die mit ihrer Geschichte auch anderen betroffenen Frauen Mut machen will.



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