Menschen hautnah

  • Nicolas (23 J.) in der Gemeinde Sankt Hildegard in Duisburg. Vergrößern
    Nicolas (23 J.) in der Gemeinde Sankt Hildegard in Duisburg.
    Fotoquelle: WDR
  • Nicolas (23 J.) möchte katholischer Priester werden. Hier am Priesterseminar des Bistums Münster startet er seine Ausbildung. Vergrößern
    Nicolas (23 J.) möchte katholischer Priester werden. Hier am Priesterseminar des Bistums Münster startet er seine Ausbildung.
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Report, Gesellschaft und Soziales
Menschen hautnah

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Produktionsland
D
WDR
Do., 22.03.
22:40 - 23:25


"Als ich ein kleiner Junge war, da kam Papst Benedikt nach Deutschland", schwärmt Nicolas aus Duisburg, "Das hat mich so beeindruckt. Die Szenen, wenn er vor den Leuten gesprochen hat und wie die Menschen ihm zugejubelt haben. Da habe ich gesagt, dann möchte ich auch mal Papst werden. Da wusste ich noch nicht, dass es auch Priester gibt." Dieser Tag hat Nicolas Leben verändert. Seitdem will er unbedingt katholischer Priester werden. Er beginnt als Messdiener, studiert Theologie und bewirbt sich um eine Ausbildung zum Priesteramtskandidaten in Münster. Nicolas verspürt einen tiefen inneren Drang, seinen Lebensweg im Auftrag Gottes zu gehen. "Das muss man im Herzen spüren. Das ist so ein bisschen wie verliebt sein, dass man sich angezogen fühlt von Gott." Nicolas Eltern und die vier Geschwister sehen seinen Weg kritisch. Seit nun elf Jahren versuchen sie ihm klar zu machen, dass einige traditionelle katholische Werte - wie die Ablehnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen - und ein Leben ohne Frau und eigene Kinder überhaupt nicht zu ihm als modernen Menschen passen. Der 23-Jährige sagt selbst, dass er ein absoluter Familienmensch ist. Genauso wie er lange Partynächte liebt und im Vergleich zu seinen Ausbildungskollegen einen großen weiblichen Bekanntenkreis hat. "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen! Das hat der heilige Johannes gesagt und das ist auch mein Motto". Doch nicht nur wegen Gott und seines Glaubens ist der Duisburger überzeugt, Priester werden zu wollen. In keinem anderen Beruf sei die Arbeit so abwechslungsreich. "Ich möchte mit Kindern arbeiten, ich möchte was mit Alten und Kranken machen, ich möchte Familien besuchen, ich möchte von dem erzählen, was ich glaube, was ich lebe, ich möchte auch in die Schulen gehen und da unterrichten. Das macht mir einfach so viel Spaß." Der Film zeigt auch, in welchem ständigen Kampf sich Nicolas befindet. Wenn er mal wieder außerhalb der kirchlichen Ausbildungsstätte mit seinen Freunden in den Kneipen Münsters unterwegs ist, sich wieder einmal verliebt und sein Ausbildungsleiter ihn zum Gehorsam ermahnt, während seine Mutter das Zölibat ablehnt und sich etwas anderes für ihren Sohn wünscht. Schafft er es trotzdem, sich seinen Traum zu erfüllen und Priester zu werden?

Thema:

Verliebt in Gott - Warum ein junger Mann Priester werden will

"Als ich ein kleiner Junge war, da kam Papst Benedikt nach Deutschland", schwärmt Nicolas aus Duisburg, "Das hat mich so beeindruckt. Die Szenen, wenn er vor den Leuten gesprochen hat und wie die Menschen ihm zugejubelt haben. Da habe ich gesagt, dann möchte ich auch mal Papst werden. Da wusste ich noch nicht, dass es auch Priester gibt." Dieser Tag hat Nicolas Leben verändert. Seitdem will er unbedingt katholischer Priester werden. Er beginnt als Messdiener, studiert Theologie und bewirbt sich um eine Ausbildung zum Priesteramtskandidaten in Münster. Nicolas verspürt einen tiefen inneren Drang, seinen Lebensweg im Auftrag Gottes zu gehen. "Das muss man im Herzen spüren. Das ist so ein bisschen wie verliebt sein, dass man sich angezogen fühlt von Gott." Nicolas Eltern und die vier Geschwister sehen seinen Weg kritisch. Seit nun elf Jahren versuchen sie ihm klar zu machen, dass einige traditionelle katholische Werte - wie die Ablehnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen - und ein Leben ohne Frau und eigene Kinder überhaupt nicht zu ihm als modernen Menschen passen. Der 23-Jährige sagt selbst, dass er ein absoluter Familienmensch ist. Genauso wie er lange Partynächte liebt und im Vergleich zu seinen Ausbildungskollegen einen großen weiblichen Bekanntenkreis hat. "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen! Das hat der heilige Johannes gesagt und das ist auch mein Motto". Doch nicht nur wegen Gott und seines Glaubens ist der Duisburger überzeugt, Priester werden zu wollen. In keinem anderen Beruf sei die Arbeit so abwechslungsreich. "Ich möchte mit Kindern arbeiten, ich möchte was mit Alten und Kranken machen, ich möchte Familien besuchen, ich möchte von dem erzählen, was ich glaube, was ich lebe, ich möchte auch in die Schulen gehen und da unterrichten. Das macht mir einfach so viel Spaß." Der Film zeigt auch, in welchem ständigen Kampf sich Nicolas befindet. Wenn er mal wieder außerhalb der kirchlichen Ausbildungsstätte mit seinen Freunden in den Kneipen Münsters unterwegs ist, sich wieder einmal verliebt und sein Ausbildungsleiter ihn zum Gehorsam ermahnt, während seine Mutter das Zölibat ablehnt und sich etwas anderes für ihren Sohn wünscht. Schafft er es trotzdem, sich seinen Traum zu erfüllen und Priester zu werden?



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