Menschen hautnah

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Fotoquelle: WDR Presse und Information/Bildkommunikation
Report, Gesellschaft und Soziales
Menschen hautnah

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2017
WDR
Di., 09.10.
00:40 - 01:25


"Ich will gar nicht normal sein und in der Herde mitlaufen. Ich möchte so leben, wie ich will." Markus lebt in Duisburg. Seine Wohnung ist unglaublich vollgestopft - mit Spielzeug, Werkzeug und vor allem mit Bewegungsmeldern, die Geräusche machen: Frösche quaken, Elvis singt, ein Schneemann schimpft: "Kannst du nicht aufpassen, alter Sack!" Und Markus lacht sich kaputt und spielt mit seinen Figuren, stundenlang. Dazu hört er am liebsten Kinderhörspiele und trinkt Kakao. 35 Jahre alt ist Markus, ein Autist, der wohl nie erwachsen wird und es auch nicht werden will. "Das verstehen die Meisten nicht, auch meine Eltern finden das schlimm", sagt er. Ein Autist, der auch mal Nähe zulässt, der ungewöhnlich aussieht. Mit Prinz Eisenherz-Haarschnitt, Laserpointer um den Hals und bunten Plastikfiguren in der Hand fällt er auf und eckt an. Vor allem sein Vater findet, dass Markus nur wenig Vernünftiges zustande bringt und wünscht sich, dass sein Sohn endlich erwachsen wird. Seine Mutter kümmert sich sehr um Markus. Sie will, dass er rausgeht, dass er andere Menschen trifft, damit er nicht als Autist vereinsamt. Und so hat Markus die Liebe zu Menschen mit Down-Syndrom entdeckt, seine Downies. "Sie nehmen mich so, wie ich bin. Sie hinterfragen meine Art nicht. Das ist ein schönes Gefühl." Ramona ist seine engste Freundin, sie wohnt ein Stockwerk unter ihm und ist oft bei ihm. Die Freude am Spielen, die Geräusche, die Liebe, der Kampf um die Anerkennung des Vaters und die Frage, ob er eine Aufgabe in dieser Gesellschaft finden kann - das sind die Themen, die Markus bewegen. Auf seine ganz eigene Art und Weise. Wir haben Markus ein Jahr lang begleitet.

Thema:

Markus, 35 Jahre, Kind - In der Welt eines Autisten

"Ich will gar nicht normal sein und in der Herde mitlaufen. Ich möchte so leben, wie ich will." Markus lebt in Duisburg. Seine Wohnung ist unglaublich vollgestopft - mit Spielzeug, Werkzeug und vor allem mit Bewegungsmeldern, die Geräusche machen: Frösche quaken, Elvis singt, ein Schneemann schimpft: "Kannst du nicht aufpassen, alter Sack!" Und Markus lacht sich kaputt und spielt mit seinen Figuren, stundenlang. Dazu hört er am liebsten Kinderhörspiele und trinkt Kakao. 35 Jahre alt ist Markus, ein Autist, der wohl nie erwachsen wird und es auch nicht werden will. "Das verstehen die Meisten nicht, auch meine Eltern finden das schlimm", sagt er. Ein Autist, der auch mal Nähe zulässt, der ungewöhnlich aussieht. Mit Prinz Eisenherz-Haarschnitt, Laserpointer um den Hals und bunten Plastikfiguren in der Hand fällt er auf und eckt an. Vor allem sein Vater findet, dass Markus nur wenig Vernünftiges zustande bringt und wünscht sich, dass sein Sohn endlich erwachsen wird. Seine Mutter kümmert sich sehr um Markus. Sie will, dass er rausgeht, dass er andere Menschen trifft, damit er nicht als Autist vereinsamt. Und so hat Markus die Liebe zu Menschen mit Down-Syndrom entdeckt, seine Downies. "Sie nehmen mich so, wie ich bin. Sie hinterfragen meine Art nicht. Das ist ein schönes Gefühl." Ramona ist seine engste Freundin, sie wohnt ein Stockwerk unter ihm und ist oft bei ihm. Die Freude am Spielen, die Geräusche, die Liebe, der Kampf um die Anerkennung des Vaters und die Frage, ob er eine Aufgabe in dieser Gesellschaft finden kann - das sind die Themen, die Markus bewegen. Auf seine ganz eigene Art und Weise. Wir haben Markus ein Jahr lang begleitet.



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