Menschen hautnah

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    Im Kölner Süden, zwischen Gleisen und einem Friedhof, liegt eine Siedlung, wie es sie in deutschen Großstadt selten gibt: Ein Dorf mitten in der Stadt, die sogenannte "Indianersiedlung".
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Report, Gesellschaft und Soziales
Menschen hautnah

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2017
WDR
Do., 21.02.
22:40 - 23:25


Im Kölner Süden, zwischen Gleisen und einem Friedhof, liegt eine Siedlung, wie es sie in deutschen Großstadt selten gibt: Ein Dorf mitten in der Stadt, die sogenannte "Indianersiedlung". Ein kleines Paradies für rund 350 Bewohner. In kleinen Holzhäusern leben Künstler und Lebenskünstler, Lehrer und Manager eng nebeneinander. Erstmals in der Weimarer Republik besiedelt, ging es mit dem Areal immer wieder auf und ab. In den siebziger Jahren zogen Hippies mit Bauwagen und wandernde Musiker auf das wild überwucherte Gelände. Die Siedlung war von Räumung und Abriss bedroht, doch die Siedler widersetzen sich und blieben. Ein Pferdestall mit Koppel und eine Festwiese, auf der die Siedler jährlich ein Festival veranstalten, bilden das Zentrum. Eigenwillig und naturverbunden leben die Menschen hier, ein bisschen wie Indianer, finden sie. Dieser Lebensstil gibt der Siedlung ihren Namen. Doch das Paradies ist wieder einmal bedroht, die "Siedler" müssen kämpfen: Die Stadt Köln hat Pläne mit der großen, noch freien Gemeinschaftsfläche inmitten der Siedlung. Es ist eine "Sahneschnitte" in Köln, wo Wohnungsmangel herrscht wie in allen deutschen Großstädten. Wohnraum soll auf der Freifläche entstehen, ein Investor möchte dort bauen. Die Siedler fürchten um den einzigartigen Charakter ihrer Siedlung und entwickeln einen Plan: Sie wollen selber bauen, für Alte und Behinderte, für sozial Schwache und Flüchtlinge. Eine Riesenherausforderung und eine Idee, die nicht alle gut finden und die Siedler spaltet. Der Film porträtiert die unterschiedlichen Menschen, die sich in dieser für eine deutsche Metropole einzigartigen Siedlung zusammen gefunden haben. Über ein Jahr haben die Menschen hautnah-Autoren Michael Müller und Martin Kießling sie begleitet, in ihrem Alltag und bei ihrem Ringen um die Zukunft. Ein Jahr Leben, fast wie im Wilden Westen.

Thema:

Wohnen wie im Wilden Westen - Die Indianersiedlung in Köln

Im Kölner Süden, zwischen Gleisen und einem Friedhof, liegt eine Siedlung, wie es sie in deutschen Großstadt selten gibt: Ein Dorf mitten in der Stadt, die sogenannte "Indianersiedlung". Ein kleines Paradies für rund 350 Bewohner. In kleinen Holzhäusern leben Künstler und Lebenskünstler, Lehrer und Manager eng nebeneinander. Erstmals in der Weimarer Republik besiedelt, ging es mit dem Areal immer wieder auf und ab. In den siebziger Jahren zogen Hippies mit Bauwagen und wandernde Musiker auf das wild überwucherte Gelände. Die Siedlung war von Räumung und Abriss bedroht, doch die Siedler widersetzen sich und blieben. Ein Pferdestall mit Koppel und eine Festwiese, auf der die Siedler jährlich ein Festival veranstalten, bilden das Zentrum. Eigenwillig und naturverbunden leben die Menschen hier, ein bisschen wie Indianer, finden sie. Dieser Lebensstil gibt der Siedlung ihren Namen. Doch das Paradies ist wieder einmal bedroht, die "Siedler" müssen kämpfen: Die Stadt Köln hat Pläne mit der großen, noch freien Gemeinschaftsfläche inmitten der Siedlung. Es ist eine "Sahneschnitte" in Köln, wo Wohnungsmangel herrscht wie in allen deutschen Großstädten. Wohnraum soll auf der Freifläche entstehen, ein Investor möchte dort bauen. Die Siedler fürchten um den einzigartigen Charakter ihrer Siedlung und entwickeln einen Plan: Sie wollen selber bauen, für Alte und Behinderte, für sozial Schwache und Flüchtlinge. Eine Riesenherausforderung und eine Idee, die nicht alle gut finden und die Siedler spaltet. Der Film porträtiert die unterschiedlichen Menschen, die sich in dieser für eine deutsche Metropole einzigartigen Siedlung zusammen gefunden haben. Über ein Jahr haben die Menschen hautnah-Autoren Michael Müller und Martin Kießling sie begleitet, in ihrem Alltag und bei ihrem Ringen um die Zukunft. Ein Jahr Leben, fast wie im Wilden Westen.



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