Mit Kunst gegen den Terror in Kabul

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    Selbstmordanschlag in einem Theater
    Fotoquelle: SRF/AP Photo
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    Der Alltag in Afghanistan ist von ständiger Gewalt überschattet
    Fotoquelle: SRF
Report, Dokumentation
Mit Kunst gegen den Terror in Kabul

Infos
Originaltitel
True Warriors
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2016
SF1
Mi., 27.06.
22:55 - 23:55
Ein Film von Niklas Schenck und Ronja von Wurmb-Seibel


Es war der 11. Dezember - im französischen Kulturzentrum in Kabul steht eine Theaterpremiere an. Alle freuen sich, die einheimischen und ausländischen Darsteller, das Publikum. Auch wenn das Stück keine leichte Kost ist; es geht um die alltägliche Bedrohung in Afghanistan. Während der Aufführung sprengt sich ein 17 Jahre alter Selbstmordattentäter in die Luft. Der Attentäter und zwei Besucher sterben. 40 Menschen werden verletzt. Was man nicht sieht: die seelischen Wunden. Der Dokumentarfilm macht diese Wunden sichtbar. In ausführlichen Interviews berichten Betroffene des Anschlags davon, wie sie den Anschlag erlebt haben und wie sie in der Folge damit umgehen. Sie sprechend direkt in die Kamera und damit auch direkt zum Publikum. Einige der Künstler, die den Anschlag auf der Bühne oder im Publikum erlebt haben, fliehen nach dem Anschlag nach Europa, teils unter dramatischen Umständen. Die meisten aber bleiben in Kabul und formieren sich neu - sie kehren gemeinsam zurück auf die Bühne und wagen den Schritt auf die Strassen Kabuls, wo sie riskante, exponierte Produktionen organisieren. Zum ersten Mal treten sie wieder gemeinsam auf, als der Lynchmord an der jungen Studentin Farkhunda weltweit Schlagzeilen macht - mit der Re-Inszenierung ihres Mords setzen sie sich an die Spitze einer wütenden Protestbewegung, ungeschützt, vor Tausenden Passanten. Der Film ist die Geschichte hinter einer scheinbar alltäglichen Nachrichtenmeldung. Und er soll zeigen, welche Kraft Kultur hat.


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