Elisabeth liebt Traktoren. Denn Elisabeth ist in Oberösterreich auf einem Bauernhof aufgewachsen. Unvergessen sind für sie Ausflüge auf den Familien-Traktoren - zusammen mit Eltern und Geschwistern, querfeldein. Traktoren sind für die 25-Jährige nicht nur Arbeitsmaschinen, sondern auch ein Stück Heimat. Seit ihrer Kindheit ist in ihr der Wunsch gereift, sich einmal allein auf zu machen, mit einem Traktor auf große Fahrt zu gehen. Ein Stück Heimat, das hat Elisabeth herausgefunden, gibt es auch im äußersten Westen der Ukraine. Weit weg von den aktuellen Krisengebieten leben im einsamen Teresva-Tal Nachkommen von Österreichern aus dem Salzkammergut, die sich hier Ende des 18. Jahrhundert als Holzfäller ansiedelten. Zu ihnen möchte Elisabeth fahren, sich vor Ort einen Traktor kaufen und mit ihm zurück in die gemeinsame Heimat reisen. Das ist ihr Traum. Nach einem Monat Traktor-Suche und der Erledigung aller Formalitäten - in der Ukraine eine Sisyphos Arbeit - fährt Elisabeth los. Auf einem alten sowjetischen Traktor, Marke HTZ, Modell T-16 und ... 16 PS. 15 Kilometer pro Stunde schnell auf flacher Strecke, rasante fünf Kilometer pro Stunde bergauf. Drei Monate lang, 1.200 Kilometer, über Slowenien und Tschechien nach Oberösterreich. Elisabeths Plan: Mit dem Traktor der Landbevölkerung Hilfe anbieten, Kontakte schmieden und so hier und da günstig Unterkunft finden. Zunächst gelingt ihr das gut. Doch vermehrt lernt die junge Österreicherin nur noch einheimische KFZ- Mechaniker kennen: Nach den ersten 600 Kilometern jagt eine Panne die nächste. Wohl fühlt sich der alte T-16 nur auf Feldern und weniger auf dem Asphalt der Landstraßen. Ob Elisabeth es schafft ihren Traum zu verwirklichen und doch noch ihre Heimat zu erreichen?