Polizist Nick Cafmeyer ist in Antwerpen auf der Jagd nach einem Kindermörder. Dabei vermischt sich ein Trauma aus seiner Kindheit mit den Fakten des aktuellen Falls. Allmählich kommt er einem Netzwerk von Pädophilen auf die Spur, das im Zusammenhang mit dem Schicksal seines Bruders Björn stehen könnte. Der packende Thriller basiert auf einem Bestseller der englischen Autorin Mo Hayder. Seit seinem neunten Lebensjahr leidet Ermittler Nick Cafmeyer unter dem Verlust seines jüngeren Bruders Björn, der beim gemeinsamen Spielen an den Bahngleisen entführt wurde. Sein sadistischer Nachbar Plettinckx , der damalige Hauptverdächtige, terrorisiert den Polizisten mit vermeintlichen Hinweisen auf Björns Schicksal. Trotz dieses Traumas beginnt Cafmeyer in einem verstörenden Fall zu ermitteln, bei dem es auch um eine Kindesentführung geht. Familie Simons wurde drei Tage lang gefesselt in ihrer Wohnung festgehalten. Nach zunächst vergeblichen Suchaktionen wird der Leichnam des missbrauchten Kindes schließlich auf einem Baum gefunden, stranguliert und mit einer Bisswunde am Rücken. Die Suche nach dem geheimnisvollen "Troll" bringt den aktuellen Fall schließlich mit Plettinckx in Verbindung, der sich jedoch erhängt, bevor Cafmeyer ihn zur Rede stellen kann. Stattdessen hinterlässt er dem Ermittler einen Brief mit Hinweisen auf Björns Schicksal, die Cafmeyer auch in seinem aktuellem Fall von Nutzen sind. Die belgische Produktion ist die erste Verfilmung eines Romans der erfolgreichen englischen Autorin Mo Hayder. Posttraumatische Erinnerungen und Grenzbereiche menschlicher Erfahrung fungieren oft als zentrales Motiv ihrer Werke und werden auch in der Filmadaption "Die Behandlung" von Regisseur Hans Herbots aufgegriffen. Der Film beruht auf dem gleichnamigen zweiten Band der Buchreihe um den charismatischen Inspector Jack Caffery. Im Jahr 2014 erschien der siebte und bislang letzte Teil, außerdem hat Mo Hayder auch noch drei weitere Romane veröffentlicht. Hauptdarsteller Geert Van Rampelberg war zunächst vor allem auf Theaterbühnen zu sehen, ehe er in einer Reihe von Kurzfilmen mitwirkte. Schnell etablierte er sich als einer der profiliertesten Schauspieler Belgiens. Für seine Rolle im Drama "Tot altijd" erhielt er 2012 einen Ensor Award als Bester Schauspieler. Besonders in düsteren, schwermütigen Rollen überzeugt Van Rampelberg, der dem Publikum stets einen Zugang zu den dunklen Gefühlswelten und gequälten Seelen seiner Figuren ermöglicht. Aus diesem Grund ist der Belgier auch eine Idealbesetzung für den von Selbstzweifeln zerrissenen und beziehungsunfähigen Nick Cafmeyer.