Mördern auf der Spur

Report, Recht und Kriminalität
Mördern auf der Spur

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2016
ZDFinfo
Sa., 18.11.
23:30 - 00:00
Folge 16, Serientäter


Ermittler finden die Leichen einer alten Dame und ihres Hausarztes. Beide wurden brutal ermordet, wie auch zwei Mädchen im zweiten Fall, deren Leichen in einem Waldstück gefunden werden. Staatsanwalt Hendrik Weber und Kriminalhauptkommissar Andre Leißner ermitteln jeweils in Mordfällen mit mehreren Leichen. Eine Herausforderung, denn beide ahnen: Sie haben es mit Serienmördern zu tun, die sie dringend hinter Gitter bringen müssen. Halle 2007: Staatsanwalt Hendrik Weber erhält einen Anruf der Schweizer Polizei. Die Kollegen aus Zug haben einen Mann aus Halle in Verdacht, etwas mit dem Verschwinden der Schweizerin Maria K. zu tun zu haben. Daraufhin beginnt Staatsanwalt Weber zu ermitteln und findet eine Reihe von Delikten, die Gabor S., 37, begangen hat: unter anderem unerlaubter Waffenbesitz, Kinderpornografie, Diebstahl, Fahren ohne Führerschein. Doch von der vermissten Schweizerin keine Spur. Wenige Wochen später ereignet sich ein brutaler Doppelmord in Mansfeld. Hier findet die Polizei eine Rentnerin und ihren Hausarzt, Dr. G., ermordet im Haus der alten Dame. Hendrik Weber leitet als Staatsanwalt diese Ermittlungen. Bald steht fest: Das Auto des Hausarztes ist verschwunden. Weber lässt nach dem Wagen fahnden - und erhält von einer Tankstelle einen Hinweis. Hier hatte ein Mann, der dieses Auto fuhr, Tankbetrug begangen. Weber erkennt auf dem Überwachungsvideo, dass es sich bei dem Fahrer des gestohlenen Wagens um Gabor S. handelt. Anscheinend hat er die alte Dame und den Arzt getötet und das Auto gestohlen. Die Fahndung läuft nun europaweit. Die Kollegen aus der Schweiz melden sich erneut: Sie haben Gabor S. in dem Wagen fotografiert, als er über die Schweizer Grenze fuhr. Sofort wird in der ganzen Schweiz gefahndet, und Gabor S. kann festgenommen werden. Er wird nach Deutschland überstellt. Hier macht man ihm den Prozess wegen Doppelmordes. Im Laufe des Prozesses gesteht Gabor S. die Taten und wird wegen besonderer Schwere der Schuld zu lebenslanger Haft verurteilt. Zwei Jahre später findet ein Spaziergänger eine skelettierte Leiche in einem Wald bei Mansfeld. Wieder ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Leichenfundort befindet sich in der Nähe des Tatortes, an dem Gabor S. den Doppelmord beging. Die Obduktion ergibt: Es handelt sich um die verschwundene Schweizerin Maria K. Sofort wird Gabor S. in der JVA zum Tod von Maria K. befragt. Nachweislich war er mit ihr befreundet, doch er leugnet, sie ermordet zu haben. Dennoch wird der Fall vor Gericht verhandelt - allerdings erklärt Gabor S. hier, dass es zu einem Streit zwischen ihm und Maria K. gekommen sei. Sie habe ihn angegriffen, und daraufhin habe er sie weggeschubst. Sie sei unglücklich gestürzt und gestorben. Er habe die Leiche dann vergraben. Weil die Beweise nicht reichen, wird er in diesem Fall zu Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Für Staatsanwalt Hendrik Weber gehört Gabor S. zu den gefährlichsten Verbrechern Deutschlands. Im November 1991 verschwinden Sarina Schmidt, 15, und ihre Freundin Janine Geldner, 16, aus Berlin auf der Straße von der Autobahnanschlussstelle Staakow in Richtung Rietzneuendorf bei Lübben. Die beiden wollten zum Vater des einen Mädchens, der in der Nähe eine Gaststätte betrieb. Wochen später werden die Leichen der Mädchen gefunden - eine bei Luckau, die andere in der Nähe von Zossen im Wald. Janine war sexuell missbraucht und anschließend erdrosselt worden. Sarina starb nach einem Stich in den Hals. Weil sie dabei geknebelt war, erstickte sie an ihrem eigenen Blut. Kriminaltechniker Andre Leißner untersucht die Leichenfundorte, sichert Spuren, geht jedem noch so kleinen Hinweis nach. An einem der Fundorte sichert er ein kleines Gummiteil. Seine Recherchen ergeben: Es ist die Abdeckung eines sogenannten Autoschwellers, eines Karosserieteils. Außerdem kann er einen Fingerabdruck sichern. Einem der Mädchen waren mit doppelseitigem Teppichband die Augen zugeklebt. Auf der Innenseite des Klebebandes befindet sich der Fingerabdruck - doch der ist nicht in der Polizei-Datenbank. Leißner hat deshalb nur einen Hinweis, der ihn weiterbringen kann: das Auto-Gummistück. Durch seine akribischen Ermittlungen kann das Automodell eingegrenzt werden: Es ist ein Audi, Baujahr 1988. Aber: Mehr als 1000 Fahrzeuge dieses Modells sind in Berlin und Umgebung der Tatorte zugelassen. Jahre zuvor: 1986 verschwindet in Kleinmachnow bei Berlin die 17-jährige Schülerin Ann-Christin M. auf ihrem Weg nach Hause. Ihre Leiche wird Tage später ebenfalls geschändet in einem Waldstück gefunden. Dass die Fälle ein und demselben Täter zuzuordnen sind, ahnen Leißner und seine Kollegen noch lange nicht. Vorerst beginnt die mühevolle Kleinarbeit der Polizei. Beamte in Berlin und Brandenburg überprüfen listenweise alle zugelassenen Autos der infrage kommenden PKW. Nach Monaten finden Leißners Kollegen einen Audi, der am Straßenrand parkt - und tatsächlich: Hier fehlt das kleine Gummistück. Der Besitzer: Uwe W., Justizvollzugsbeamter, 33 Jahre alt. Uwe W. bestreitet, etwas mit den Mädchen-Morden zu tun zu haben. Aber: Es ist tatsächlich sein Fingerabdruck, den Leißner auf dem Klebeband fand. Doch Uwe W. hat eine Erklärung dafür: Er sei angetrunken mit dem Auto unterwegs gewesen, als er das tote Mädchen zufällig im Wald gefunden habe. Bei dem Versuch, ihr vielleicht noch zu helfen, habe er die obere Lage des Klebebandes von den Augen gelöst und wieder zugeklebt. Ermittler Leißner und sein Team widerlegen diese Darstellung: Unter dem Mikroskop weisen sie nach, dass kleinste Fältchen in beiden Bändern genau übereinander lagen. Voneinander gelöst, hätten sie nie wieder so zusammengebracht werden können. Die Beweislast ist dank Kriminaltechniker Leißner und seinen Männern erdrückend - Uwe W. wird wegen zweifachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Jahr 2003 werden zudem DNA-Spuren des Alt-Falles Ann-Christin M. untersucht - und tatsächlich landen die Ermittler einen Treffer: Uwe W. ist auch der Mörder von Ann-Christin. Sie vermuten, dass noch weitere Morde auf sein Konto gehen, doch mehr konnte man ihm bisher nicht nachweisen.


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