Im November 2010 wurde der Briefmarkenhändler Robert H. tot in seiner Wohnung in Hameln aufgefunden. Zu dem Zeitpunkt lag er bereits seit vier Tagen in seiner Badewanne. Er hatte schwere Kopfverletzungen. Im Wohnzimmer, im Flur und im Badezimmer fanden die Ermittler viele Blutspuren. Die Obduktion hat dann aber ergeben, dass der Briefmarkenhändler erdrosselt wurde, bevor ihn jemand in die Badewanne legte. Ein Motiv war zunächst nicht erkennbar. Im Laufe der Ermittlungen fanden die Beamten jedoch heraus, dass Robert H. sehr viele Feinde hatte. Er hatte sich offenbar mit vielen Menschen in seinem näheren Umfeld angelegt und auch geschäftlich diverse Kunden und Kollegen verärgert. Das machte es für die Ermittler besonders schwierig, weil sie niemanden finden konnten, der in letzter Zeit in H.s Wohnung gewesen war. So wussten sie auch nicht, was dort fehlte und was verändert wurde. Mehrfach glaubten sie, eine gute Spur gefunden zu haben. Mehrfach scheiterten sie. Für den Leiter der Mordkommission war dieser Fall ein Wechselbad der Gefühle. Schließlich brachte ein falscher 200-DM-Schein den Durchbruch in diesem Mordfall. Die True-Crime-Reihe "Morddeutschland" erzählt die Geschichten spektakulärer Ermittlungen. Im Mittelpunkt steht nicht die Grausamkeit der Taten, sondern die Kriminalistik. "Morddeutschland" gibt eindrucksvoll Einblick in die aufwendige Arbeit und die innovativen Methoden der Ermittler. Sie sind den Tätern mit Verstand, Taktik und Präzision auf der Spur, bis sie sie schließlich fassen können. Die Kamera geht mit den Ermittlern an die Orte, die für den Fall wichtig waren. Die Dokumentation zeigt, wie extrem aufwendig und mühsam Mordermittlungen sind, wie Kriminalisten denken und welche winzige Details am Ende zum Durchbruch führen können.