Seit einigen Jahren sterben auf der ganzen Welt die Bienen. Über die Ursachen wird noch gerätselt, aber schon jetzt ist sicher: Es geht um mehr als nur um ein paar tote Insekten. Und es geht auch um wesentlich mehr als um Honig, wie Markus Imhoofs vielfach preisgekrönter Dokumentarfilm "More than Honey - Bitterer Honig" zeigt. Seine Bestandsaufnahme des Bienenlebens weltweit verdichtet sich zu einer traurigen Diagnose unserer Zeit. Die Beziehungen zwischen Mensch und Honigbiene verraten viel über uns, über die Natur und über unsere Zukunft. Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Bienenvölker dieser Erde ihre Kräfte zu verlieren. In "More than Honey - Bitterer Honig" geht der renommierte Schweizer Regisseur und Enkel einer Imker-Familie, Markus Imhoof, dem mysteriösen Bienensterben von Kalifornien bis China auf den Grund und präsentiert - ausgehend von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern - einen faszinierenden Blick in das Universum dieses Wundertiers. Mit ungeahnter Präzision macht sein Film das Leben der Biene sichtbar und porträtiert vor allem auch diejenigen, die am meisten davon profitieren: die Menschen. Während ein Schweizer Bergimker das Bienensterben mit Traditionstreue abzuwehren versucht, ist die Apokalypse in China schon längst Realität. Imhoof trifft hier auf das Geschäft mit den Pollen. Er spricht mit einem quer durch die USA ziehenden Bienenchauffeur und mit Königinnenzüchtern, die ihre lebendige Ware per Post in die ganze Welt verschicken. Keinem anderen Tier wird heute ein so hohes Maß an Quantität und Qualität abverlangt wie der Biene: Markus Imhoof spürt den Bedeutungen nach, die das fleißige Insekt seit ewigen Zeiten für den Menschen verkörpert und öffnet dabei - mittels spektakulärer Aufnahmen - den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.