Moses in Ägypten

  • Clarissa Costanzo (Elcia), Sunnyboy Dladla (Osiride) Vergrößern
    Clarissa Costanzo (Elcia), Sunnyboy Dladla (Osiride)
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
  • Clarissa Costanzo (Elcia), Sunnyboy Dladla (Osiride) Vergrößern
    Clarissa Costanzo (Elcia), Sunnyboy Dladla (Osiride)
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
  • Goran Juric (Moses) Vergrößern
    Goran Juric (Moses)
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
  • Clarissa Costanzo (Elcia), Sunnyboy Dladla (Osiride) Vergrößern
    Clarissa Costanzo (Elcia), Sunnyboy Dladla (Osiride)
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
  • Goran Juric (Moses), Andrew Foster-Williams (Faraone), Sunnyboy Dladla (Osiride) Vergrößern
    Goran Juric (Moses), Andrew Foster-Williams (Faraone), Sunnyboy Dladla (Osiride)
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
  • Moses in Ägypten von den Bregenzer Festspielen Vergrößern
    Moses in Ägypten von den Bregenzer Festspielen
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
  • Sunnyboy Dladla (Osiride), Goran Juric (Moses) Vergrößern
    Sunnyboy Dladla (Osiride), Goran Juric (Moses)
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
  • Goran Juric (Moses) Vergrößern
    Goran Juric (Moses)
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
  • Moses in Ägypten von den Bregenzer Festspielen Vergrößern
    Moses in Ägypten von den Bregenzer Festspielen
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
  • Andrew Foster-Williams (Faraone) Vergrößern
    Andrew Foster-Williams (Faraone)
    Fotoquelle: ZDF/ORF/Dietmar Stiplovsek
Musik, Oper
Moses in Ägypten

3sat
So., 04.11.
10:30 - 13:00


Die Bregenzer Festspiele 2017 führten mit "Moses in Ägypten" ("Mosè in Egitto") eine selten gezeigte Oper von Gioachino Rossini auf. Die niederländische Regisseurin Lotte de Beer inszenierte, gemeinsam mit dem Puppentheater Hotel Modern, die biblische Erzählung vom Auszug des israelitischen Volkes aus Ägypten und die Liebesgeschichte von Osiride und Elcìa. Osiride, der Thronerbe des großen Pharaos, ist unsterblich in die Israelitin Elcìa verliebt und verhindert mehrmals den Auszug ihres Volkes, um seine Geliebte nicht zu verlieren. Eine tragische Geschichte rund um Freiheit, Begierde und Manipulation. Manch einer der 1650 Premierengäste stieß sich an der Erweiterung des Bühnengeschehens um die visuelle Ebene von live projizierten Figuren im Kleinformat. Die Mehrheit zeigte sich von dieser Erhöhung des Geschehens durch seine Miniaturisierung jedoch begeistert. Schließlich hat es nicht zuletzt dramaturgische Gründe, weshalb Rossinis "Opera seria" über Moses' Kampf um die Entlassung der Israeliten aus der ägyptischen Gefangenschaft nur selten gespielt wird: Der Repertoirebetrieb tut sich nun einmal schwer, die Teilung des Roten Meeres oder biblische Plagen auf die Bühne zu bringen. Die junge Niederländerin De Beer löst diesen gordischen Knoten, indem sie ihre Landsleute vom Theaterkollektiv Hotel Modern neben den Sängern die Geschehnisse mit ihren Kleinstpuppen spielen lässt. So entstehen vor den Augen der Zuschauer die ansonsten lediglich geschilderten Passagen im Libretto gleichsam als Actionfilm. Die Bühne vom Salzburger Bühnen- und Kostümbildner Christof Hetzer, beherrscht von einer gigantischen Kugel als Projektionsfläche, verströmt ansonsten den realen Eindruck von Wüste ohne Exotismen, bietet dem dominierenden Konzept des Puppenspiels genügend Raum, ohne sich gänzlich zurückzunehmen. Dieses Kunststück gelingt auch der Sängerriege. Die deutsche Sopranistin Mandy Fredrich überzeugt in der Rolle der Pharaonengattin Amaltea mit samtig fließenden Koloraturen, während Goran Juric seinen Moses mit einem sämigen Timbre singt. Diesem Mann folgt man gern in die Wüste. Das Pendant stellt an diesem Abend Sunnyboy Dladla als lyrisch-leichter Tenor in der Partie des Pharaonensohnes dar, der von Andrew Foster-Williams als stimmlicher "grader Michl" gesungen wird. Als ein solcher präsentiert sich auch Dirigent Enrique Mazzola im Graben, der die Wiener Symphoniker beweglich durch den Abend geleitete.


Werbepause? Zeit für Spielchen!

Das könnte Sie auch interessieren

3sat Ein Weltstar verabschiedet sich von der Arena di Verona: Publikumsliebling Leo Nucci gibt seine Abschiedsvorstellung in seiner Paraderolle als Barbier von Sevilla.

Der Barbier von Sevilla

Musik | 10.11.2018 | 20:15 - 23:00 Uhr
/500
Lesermeinung
arte Shell Shock, A Requiem of War

Shell Shock, A Requiem of War - Hundert Jahre Weltkriegsende

Musik | 10.11.2018 | 22:50 - 00:35 Uhr
/500
Lesermeinung
3sat Die jährliche Gala in der Deutschen Oper Berlin  zugunsten der Deutschen Aids-Stiftung: Ein festlicher Opernabend mit Musik und Prominenz aus Kultur, Wirtschaft, Medien und Politik.

Festliche Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung 2018

Musik | 17.11.2018 | 20:15 - 21:45 Uhr
/500
Lesermeinung
News
Wonder Woman (Gal Gadot) kämpft erst im Juni 2020 wieder.

Eigentlich sollte die Fortsetzung zu "Wonder Woman" im November 2019 in die Kinos kommen. Nun versch…  Mehr

"Die Rückkehr der Grenzen" (21.00 Uhr): In Ungarn werden die Reste der ehemaligen Ostblock-Grenzbefestigungen als Touristenattraktion ausgestellt.

ARTE zeigt am Dienstag gleich mehrere Dokus, die sich mit der aktuellen politischen Großwetterlage i…  Mehr

Das Wissen um die Gehälter im Betrieb kann das Klima unter den Mitarbeitern verbessern - und bei Verhandlungen über Lohnerhöhungen helfen.

Die Untersuchung aus der "ZDFzeit"-Reihe blickt in deutsche Lohntüten. Warum unterscheidet sich die …  Mehr

Nicht nur Disney verfilmt "Pinocchio" neu: Netflix tut sich mit einem Oscargewinner zusammen, der dem Jungen aus Holz schon lange Leben einhauchen will.

Der hochdekorierte Regisseur Guillermo Del Toro darf sein Herzensprojekt "Pinocchio" umsetzen – und …  Mehr

Dr. Kleist (Francis Fulton-Smith) hat wie immer alle Hände voll mit der Praxis zu tun. Nebenher übernimmt er auch noch Schichten als Notarzt.

Die neue Staffel der ARD-Serie "Familie Dr. Kleist" bringt ein Jubiläum mit sich: Die 100. Folge wir…  Mehr