Am 22. Juli 2016 erschießt ein 18-Jähriger am Olympia-Einkaufszentrum im Münchner Stadtteil Moosach neun Menschen. Eine schreckliche Tat, in deren Folge die Stadt München von einer Panikwelle in bisher unbekannter Form erfasst wird. Etwa 2.600 Polizisten, zusammengezogen aus ganz Bayern, anderen Bundesländern und Österreich, sichern die Stadt, und sie schwärmen zu 73 Tatorten aus, von denen Schüsse gemeldet werden - Phantom-Tatorte und Schüsse, die es nie gab. 32 Menschen verletzen sich allein infolge der Panik zum Teil schwer. Wieso herrscht in der Innenstadt Münchens über sechs Stunden lang ein Belagerungszustand, obwohl der tatsächliche Tatort kilometerweit entfernt liegt? Wie kann es sein, dass eine so selbstbewusste Stadt wie München in derartigem Ausmaß die Fassung verliert? Zeugen dieser Nacht im Juli, dazu Polizisten, Vertreter anderer beteiligter Institutionen und Journalisten erzählen, was sie an diesem Abend erlebten und reflektieren die Geschehnisse. Regisseur Stefan Eberlein geht dabei der Frage nach, welche Haltung wir solchen Katastrophenfällen gegenüber einnehmen und wie wir in Zukunft mit unserer eigenen Angst umgehen wollen.