Muse - Reeperbahn Festival 2018

Musik, Rock und Pop
Muse - Reeperbahn Festival 2018

Infos
Foto, ARTE+7 Homepage: videos.arte.tv
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
arte
Fr., 23.11.
23:10 - 00:15


Es ist sicherlich eine Weile her, dass man die britische Band Muse in einer so intimen Club-Kulisse zu sehen bekam wie den Hamburger Docks. Denn ohne Zweifel steht Muse mittlerweile fest verankert auf dem Olymp der internationalen Rockmusik. Im Rahmen des Reeperbahn Festivals entfacht die Band ihr musikalisches Feuerwerk nun unter reduzierten Umständen. Armageddon-Rock trifft Streichholzschachtel sozusagen. Mit ihrem neuen Album im Gepäck zeigt sich die Band zudem auch musikalisch von einer neuen Seite. Die Auskopplungen zeigen die Band in bisher selten gehörter elektronischer Manier. Der Einsatz von Synthesizern und synthetischen Drum-Sounds markieren eine deutliche Abkehr von den Gitarren getragen Rockstrukturen. Muse wären aber nicht Muse, wenn nicht auch die Integration von neuen Klangelementen die stilsichere Handschrift der Band tragen würde. Dabei ist es schwer vorstellbar, dass gerade Bellamys charakteristischer Falsettgesang in den frühen Jahren der Band als Kritik gegen sie aufgebracht wurde, so bestimmend ist er mittlerweile für ihren Sound geworden. Hoch über der Instrumentation schwebend, lässt er mit jeder noch so zarten Bewegung daran erinnern, wer hier am Werk ist. Die elektronische Spielart, mit der sich die Band präsentiert, weist den Weg in eine Richtung, in der sich die Strömungen des Stadionrocks der 2000er Jahre mit den synthetischen Klängen des 80er Disco- und New-Wave kreuzen. Aber ohnehin ist es schwer, Muse mit dem Vokabular gängiger Genre-Klassifizierungen zu beschreiben. Denn stilistische Grenzen wirken im Angesicht der Experimentierfreudigkeit des Trios eher wie die ruinenhaften Überbleibsel von jenen Mauern, die einmal die Grenzen des Rock-Genres umrissen haben. Vielmehr hat sich der Stil der Band als sein eigenes Genre herauskristallisiert. Muse ist Muse. Und eben darin sind sie gut sonst niemand.


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