Mythos Amazonas

  • Die Matis-Indianer leben auch heute noch auf traditionelle Weise im Amazonas Regenwald. Sie jagen mit dem Blasrohr und Curare-Giftpfeilen. Vergrößern
    Die Matis-Indianer leben auch heute noch auf traditionelle Weise im Amazonas Regenwald. Sie jagen mit dem Blasrohr und Curare-Giftpfeilen.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/NDR Naturfilm/Li
  • Wenn im Sommer der Schnee in den peruanischen Anden schmilzt, wird das Amazonasbecken großflächig überflutet. Gut ein Fünftel Amazoniens steht dann unter Wasser -  eine Fläche viermal so groß wie Deutschland. Vergrößern
    Wenn im Sommer der Schnee in den peruanischen Anden schmilzt, wird das Amazonasbecken großflächig überflutet. Gut ein Fünftel Amazoniens steht dann unter Wasser - eine Fläche viermal so groß wie Deutschland.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/NDR Naturfilm/Li
  • Der Jaguar ist die mächtigste Raubkatze Südamerikas. Weil größere Beutetiere im Regenwald selten sind, nutzen die Katzen riesige Reviere: Das Territorium eines Männchens ist gut 40.000 Hektar groß. Vergrößern
    Der Jaguar ist die mächtigste Raubkatze Südamerikas. Weil größere Beutetiere im Regenwald selten sind, nutzen die Katzen riesige Reviere: Das Territorium eines Männchens ist gut 40.000 Hektar groß.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/NDR Naturfilm/Li
Natur+Reisen, Natur und Umwelt
Mythos Amazonas

Infos
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2010
3sat
Fr., 28.09.
13:15 - 14:00
Folge 1, Grüne Hölle oder Paradies?


Lange galt der größte Regenwald der Erde als "Grüne Hölle", heute ist der Amazonas ein Wunderwerk der Natur. Wie wich die Angst der Bewunderung? Wie leben Indianer und Tiere mit der Natur? Ein grüner Ozean aus Bäumen, feucht und düster, unzugänglich und bedrohlich, eine Welt voller Gefahren, mit giftigen Tieren und Pflanzen - so erschien den Europäern einst der Amazonas. Der Brite Alfred Russel Wallace brachte die paradiesische Seite Amazoniens näher. Er war einer der frühen Naturforscher des 19. Jahrhunderts. Viele Jahre kämpfte sich Wallace durch den undurchdringlichen Wald, um so viele Arten wie möglich zu entdecken. Parallel zu Charles Darwin entwickelte er eine Theorie zur Entstehung der Arten. Er ahnte eine Verbindung zu den Herausforderungen, vor die der Regenwald seine Bewohner stellt, doch erklären, was das Gebiet am Amazonas so einzigartig macht, konnte er nicht. Unter dem üppigen Blätterdach regiert der Mangel: Häufige Regenfälle waschen Nährstoffe aus dem Boden. Was eine Pflanze in ihren Blättern gespeichert hat, verteidigt sie mit Giften, Dornen und Bitterstoffen vor hungrigen Mäulern. Mit raffinierten Strategien umgehen viele Regenwaldbewohner diesen Schutz. Farbenprächtige Aras etwa neutralisieren Pflanzengifte, indem sie mineralhaltige Erde fressen. Der Flachlandtapir dagegen ignoriert ungenießbare Gewächse. Seine feine Spürnase warnt ihn rechtzeitig. Blattschneiderameisen gehen das Problem anders an: Sie zerkauen giftige Blattstücke und nutzen sie als Nährboden für ihren unterirdischen "Pilzgarten". Im Sommer überflutet das Schmelzwasser aus den Anden das Amazonasbecken und verwandelt das Reich des Jaguars in das Hoheitsgebiet des Schwarzen Kaimans. Viele Waldgebiete stehen dann wochenlang unter Wasser. Die beste Zeit für die Seekuh, ihre Jungen zur Welt zu bringen. Bis heute gibt es in unzugänglichen Regionen des Amazonas Indianerstämme, die von und mit der Natur leben. Die Matis sind einer davon. Christian Baumeister begleitet sie und filmt, wie sie mit Blasrohren im undurchdringlichen Regenwald meisterhaft auf die Jagd gehen.


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