Mythos Amur

  • Mongolische Gazellen leben in trockenen Halbwüsten und Steppen. Vergrößern
    Mongolische Gazellen leben in trockenen Halbwüsten und Steppen.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/doclights/TMFS/Franz
  • Die Pferde der Mongolischen Nomaden sind berühmt für ihre Robustheit. Vergrößern
    Die Pferde der Mongolischen Nomaden sind berühmt für ihre Robustheit.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/doclights/TMFS/Franz
  • Steppenmurmeltiere graben Erdbaue in welchen die Familiengruppen Zuflucht finden. Vergrößern
    Steppenmurmeltiere graben Erdbaue in welchen die Familiengruppen Zuflucht finden.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/doclights/TMFS/Franz
  • Der nördliche Quellfluss des Amur - der Argun. Vergrößern
    Der nördliche Quellfluss des Amur - der Argun.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/doclights/TMFS/Franz
  • Mit Kamelkarren wird Eis als Wasservorrat zur Jurte transportiert. Vergrößern
    Mit Kamelkarren wird Eis als Wasservorrat zur Jurte transportiert.
    Fotoquelle: ZDF/NDR/doclights/TMFS/Franz
Natur+Reisen, Landschaftsbild
Mythos Amur

Infos
Produktionsland
Österreich / Deutschland / Frankreich
Produktionsdatum
2015
3sat
Mo., 12.11.
21:00 - 21:45
Folge 2, Durch die Mongolei


Der zweite Teil der Reise flussaufwärts zum Ursprung des Amurs beginnt am Zusammenfluss des großen Stroms mit seinem wichtigsten Zufluss, dem Songhua. Im Sommer 2013 erreichte hier das Hochwasser einen Höchststand. Über Wochen war der Amur 100 Kilometer breit. Zehntausende Menschen mussten evakuiert werden. Auch die Tiere hatten unter den verheerenden Folgen der Überschwemmung zu leiden. 1000 Kilometer weiter flussaufwärts ist der Amur noch nicht so mächtig. Hier sind nicht Tiger, sondern Wölfe die gefürchteten Jäger. Im Rudel haben sie es vor allem auf Sibirische Rehe und Wildschweine abgesehen. Der Grenzfluss Amur markiert in seinem Verlauf den nördlichsten Punkt Chinas. Die Landschaft ähnelt der russischen Taiga und ist die Heimat von Bartkauz und Sichelhuhn. Hier im Norden leben die letzten chinesischen Rentiernomaden vom Volk der Ewenken. Die Reise entlang der chinesisch-russischen Grenze führt schließlich an den Zusammenfluss der Quellflüsse Schilka und Argun. Entlang ihrer Ufer erstreckt sich die endlose sibirische Taiga nach Russland, China und bis in die nahe Mongolei. Der südliche Quellfluss, der Cherlen, durchquert in der Mongolei das größte Grasland der Erde. Alljährlich ziehen dort riesige Herden Mongolischer Gazellen über die Ebenen, um zwischen Winter- und Sommerweiden zu wechseln. Ein eindrucksvolles Schauspiel. Auch die Nomaden ziehen seit Jahrhunderten mit ihren Viehherden übers Land. Die Idylle des Sommers steht im scharfen Kontrast zu den extremen Bedingungen im Winter: Frost und Eis stellen Mensch und Tier auf eine harte Probe. Die Nomaden versuchen, ihre Herden gegen Schneestürme und Wölfe zu schützen. Die Gazellen sind beiden Gewalten ausgeliefert. In einigen Sommern jedoch bleibt für lange Zeit der Regen aus, und die Feuchtgebiete des Cherlen schwinden. Manchmal versiegt der Quellfluss sogar in der Steppe, und das Wasser erreicht den Amur nicht mehr. Der große Strom wird dann nur noch durch seinen zweiten Quellfluss gespeist, der auf der russischen Seite durch das immergrüne Tal des Flusses Onon fließt. Hier finden viele Wildtiere Zuflucht. Trotz des unterschiedlichen Verlaufs der beiden Flüsse haben sie einen gemeinsamen Ursprung: den heiligen Berg der Mongolen, den Burchan Chaldun. Hier wurde Dschingis Khan geboren, der "Vater der Mongolen", und hier liegt er begraben. Bis heute ist der heilige Berg verbotenes Gebiet und somit das wohl älteste Naturschutzgebiet der Erde. Er ist der eigentliche Ursprung des Amurs. Die zweiteilige Dokumentation erkundet die weitgehend unberührte Natur entlang des Flusses Amur in Ostasien. Sie begibt sich auf die Spur der letzten Sibirischen Tiger und Amurleoparden und folgt den riesigen Gazellenherden durch die mongolische Steppe.


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