Mythos Gerechtigkeit

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    Gerechtigkeit als Thema urbaner Graffiti - was ist wirklich gerecht?
    Fotoquelle: ZDF/ORF
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    Slum vs. Moderne Großstadt - wie gerecht ist unsere Gesellschaft?
    Fotoquelle: ZDF/ORF/makido film
Report, Dokumentation
Mythos Gerechtigkeit

Infos
Produktionsland
D / A
Produktionsdatum
2013
3sat
Do., 06.12.
11:45 - 12:30


Keine Frage ist so leidenschaftlich erörtert, für keine andere sind so viele politische Fehden geführt und so viele bittere Tränen vergossen worden: die Frage der Gerechtigkeit. Verteilungsgerechtigkeit, Gender-Problematik, das Nachhaltigkeitsthema - Gerechtigkeitsfragen sind allgegenwärtig. Was also tun mit diesem unbestimmbaren Spielball existenzieller Bedürfnisse? Eine Spurensuche quer durch Problematiken der heutigen Zeit. Warum müssen rigorose Sparpakete ganzer Nationen für skrupellose Spekulationen einzelner Finanzjongleure herhalten? Wie kann die Zahl der Millionäre trotz weltweiter Finanzkrisen im Wachsen sein? Was lässt Internet-Aktivismus wie die "Anonymus"-Gruppierung illegal werden, während Global-Player-Unternehmen wie "Google" oder "Facebook" offenkundig Datenhandel betreiben? Gibt es den gerechten Krieg, kann Tyrannenmord gerecht sein - und: Haben die Bedingungen des Lebens durch das Los der Geburt überhaupt noch mit Gerechtigkeit zu tun? Der Film öffnet viele Türen einer Gesellschaft im Spannungsfeld zwischen Sozialpolitik, Ökonomie, Rechtsprechung und Religion und bemüht sich um ein vielschichtiges Bild dieses menschheitsbewegenden Sinnbilds: Was kann und darf Gerechtigkeit in einer globalen Weltbevölkerung wie dieser überhaupt leisten? Lassen sich politisches Engagement und soziale Fragen von juristischen Faktoren ohne Weiteres trennen? Und sind Krankheit oder Handicap wirklich die absolute Absage an Gerechtigkeit? Österreichische Persönlichkeiten wie die Juristin, Psychotherapeutin und evangelische Theologin Rotraud A. Perner, der römisch-katholische Theologe Wolfgang Treitler und der Schriftsteller und Essayist Franz Schuh führen dabei konsequent an "Orte der Gerechtigkeit": Durch die Unmittelbarkeit von Kinderspielplatz über Börsentreiben bis zur Behindertenwerkstatt wird das Thema greifbar, die Politik des Gemeinwohls wie die Ökonomie des Glücks in einer Atmosphäre des Lebens aktiv dargestellt - während sich Vertreter aus ganz unterschiedlichen Bereichen - von Entwicklungspsychologie bis zur Quantenphysik - der "Philosophie der Gerechtigkeit" annähern. Der Film spannt einen Bogen quer durch ideengeschichtliche Prinzipien und Tendenzen der Gegenwart: Er ist dabei gleichzeitig auch ein Dialog über die Macht der Bilder bei Gerechtigkeitsverständnissen beziehungsweise die Auffassung darüber, was alles als gerecht empfunden oder mit diesem Begriff in Verbindung gebracht wird. Diskriminierung, Zivilcourage, Chancengleichheit oder auch die Lotterie des Lebens: Der Film stellt eher Fragen als sie zu beantworten, um die Vielschichtigkeit moderner Gerechtigkeitsproblematiken auf den Grund zu gehen.


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