NETZ NATUR: Die vielen Wölfe der Schweiz

  • Halbstarke: Im Spätherbst erreichen die schlaksigen Jungwölfe bald die Grösse ihrer Eltern. Ein Wurf kann 1 - 7 Geschwister umfassen, aber bis zu 50 % der Jungen überleben die ersten beiden Lebensjahre nicht. Vergrößern
    Halbstarke: Im Spätherbst erreichen die schlaksigen Jungwölfe bald die Grösse ihrer Eltern. Ein Wurf kann 1 - 7 Geschwister umfassen, aber bis zu 50 % der Jungen überleben die ersten beiden Lebensjahre nicht.
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  • Urteil aus Distanz: Die wenigsten Leute, die sich über Wölfe äussern, haben selbst direkte Erfahrungen mit diesen Tieren. So sieht jeder den Wolf wieder anders. Vergrößern
    Urteil aus Distanz: Die wenigsten Leute, die sich über Wölfe äussern, haben selbst direkte Erfahrungen mit diesen Tieren. So sieht jeder den Wolf wieder anders.
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  • Pure Neugier: Junge Wölfe sind extrem neugierig und lernfähig. Gewöhnen sie sich an Menschen - etwa wenn Jäger Innereien nach dem Abschuss eines Tieres im Wald zurücklassen - können sie ihre natürliche Scheu verlieren. Vergrößern
    Pure Neugier: Junge Wölfe sind extrem neugierig und lernfähig. Gewöhnen sie sich an Menschen - etwa wenn Jäger Innereien nach dem Abschuss eines Tieres im Wald zurücklassen - können sie ihre natürliche Scheu verlieren.
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  • Versteckspiel: Wie viele Jungwölfe sind auf diesem Bild zu sehen? Vergrößern
    Versteckspiel: Wie viele Jungwölfe sind auf diesem Bild zu sehen?
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  • Feindbild: Wölfe werden von erbitterten Wolfsgegnern zu Bestien stilisiert, die die Alpwirtschaft in Gefahr bringen, obwohl Zahlen und Fakten etwas anderes sagen. Woher kommt diese tiefe Wolfsangst vieler Menschen im Berggebiet? Vergrößern
    Feindbild: Wölfe werden von erbitterten Wolfsgegnern zu Bestien stilisiert, die die Alpwirtschaft in Gefahr bringen, obwohl Zahlen und Fakten etwas anderes sagen. Woher kommt diese tiefe Wolfsangst vieler Menschen im Berggebiet?
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  • Auf dem Hund: Die Praxis im grössten Teil der Schweiz zeigt: Schutzhunde können Schafherden effizient gegen Wölfe schützen. Zahlreiche professionelle Schäfer haben deshalb mit Wolfsrissen kaum noch Probleme. Vergrößern
    Auf dem Hund: Die Praxis im grössten Teil der Schweiz zeigt: Schutzhunde können Schafherden effizient gegen Wölfe schützen. Zahlreiche professionelle Schäfer haben deshalb mit Wolfsrissen kaum noch Probleme.
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  • Kontroverse: Der Wolf ist in der Schweiz von den Stammtischen bis in nationale Parlament ein hoch emotionales Thema. NETZ NATUR beleuchtet diese Kontroverse und zeigt Hintergründe. Vergrößern
    Kontroverse: Der Wolf ist in der Schweiz von den Stammtischen bis in nationale Parlament ein hoch emotionales Thema. NETZ NATUR beleuchtet diese Kontroverse und zeigt Hintergründe.
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  • Ausser Atem: Wenn sie sich im Winter durch hohen Schnee kämpfen müssen, ist das für Wölfe genau so anstrengend wie für andere Wildtiere. Deshalb legen sie grössere Strecken gern auf gepfadeten Strassen zurück. Vergrößern
    Ausser Atem: Wenn sie sich im Winter durch hohen Schnee kämpfen müssen, ist das für Wölfe genau so anstrengend wie für andere Wildtiere. Deshalb legen sie grössere Strecken gern auf gepfadeten Strassen zurück.
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Natur+Reisen, Natur und Umwelt
NETZ NATUR: Die vielen Wölfe der Schweiz

Infos
Produktionsland
Schweiz / Italien
Produktionsdatum
2016
SF2
Do., 02.08.
05:30 - 06:25
2016


Aus biologischer Sicht zeigt sich immer deutlicher: Die drei Wolfsfamilien, die im Sommer 2016 in der Schweiz Nachwuchs hatten, verhalten sich wie ihre Artgenossen in Italien und Frankreich und beginnen ihre ökologische Rolle in der Natur wahrzunehmen. Auf der menschlichen Seite meldete das Wallis zwar gegen 200 gerissene Schafe, und man versuchte einmal mehr, einen Wolf abzuschiessen. In den anderen Gebieten der Schweiz schaffte man es aber meist recht gut, die Schafherden vor Angriffen zu bewahren. Es kam deshalb bei geschützten Herden auch zu keinen dramatischen Verlusten. Trotzdem formieren sich in verschiedenen Kantonen Vereine unter der Bezeichnung «Schweiz ohne Grossraubtiere» und verbreiten mit grosser Energie bis in die nationale Politik ihre Sicht einer drohenden Wolfsgefahr und in der Folge den Zusammenbruch der Alpwirtschaft - tatkräftig unterstützt und inspiriert von Antiwolf-Aktivisten aus dem Ausland, die mit propagandistischen Filmen und Auftritten die Stimmung anheizen. Der anhaltende Druck aus organisierten Schäferkreisen und Teilen der Jägerschaft führt politisch dazu, dass das Parlament eine Standesinitiative aus dem Wallis unter dem Titel «Wolf. Fertig lustig!» zwar ablehnte, die den Austritt der Schweiz aus der Artenschutzkonvention forderte: So sollte man den Schutz des Wolfes aufheben und ihn ohne Schonzeit bis zur Wiederausrottung bejagen können. Doch der Bundesrat kommt mit in einer hängigen Revision des Jagdgesetzes, die den Kantonen die eigene Regulierung des Wolfes anvertrauen will, den Wolfsgegnern weitgehend entgegen. Entsprechend gibt es in der hoch polarisierten Diskussion im Moment nur noch Schwarz und Weiss mit der Verurteilung derjenigen («die romantischen Städter - die sturen Bergler»), die anders oder differenziert denken. Entsprechend einem neuen Zeitgeist in der Politik gilt: Wer die eigene Meinung nicht teilt, wird als Gegner betrachtet. Doch weshalb bewegt eine Tierart aus der hiesigen Fauna die Menschen so sehr, dass sie mitunter jedes Augenmass verlieren? «NETZ NATUR» geht den historischen und psychologischen Hintergründen nach und fördert erstaunliche, bisher wenig beachtete Zusammenhänge zutage. Die Sendung zeigt nahe Begegnungen mit Wölfen und illustriert aufgrund eindrücklicher historischer Quellen, welche Rolle die Wölfe in der Geschichte der Schweiz und Europas spielten. Sie erklärt biologische Fakten und weist darauf hin, wie wichtig es wäre, genau hinzuschauen, um das natürliche Verhalten der Wölfe ausnutzen zu können, damit sie keinen Schaden stiften und ihre ökologische Rolle zur Gesundheit und ausgewogenen Raumverteilung des Wildes wahrnehmen können. So wird die Sendung zur spannenden Begegnung mit einer Tierart zwischen Mythos, Politik und Realität, zwischen gestern und heute. Sie zeigt auf, wie die Menschen im Land die Wölfe auf ganz unterschiedliche Art sehen und wahrnehmen und versucht, durch Sachlichkeit zwischen den extremen Standpunkten zu vermitteln.


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