Nackt unter Wölfen

  • Frühjahr 1945, Konzentrationslager Buchenwald. Groß ist das Erschrecken, als die Häftlinge Pippig (Fred Delmare, li..) und Höfel (Armin Müller-Stahl) in einem großen zerdrückten Koffer einen kleinen jüdischen Jungen entdecken. Ein Pole brachte ihn auf einem "Evakuierungstransport" aus Auschwitz mit. Vergrößern
    Frühjahr 1945, Konzentrationslager Buchenwald. Groß ist das Erschrecken, als die Häftlinge Pippig (Fred Delmare, li..) und Höfel (Armin Müller-Stahl) in einem großen zerdrückten Koffer einen kleinen jüdischen Jungen entdecken. Ein Pole brachte ihn auf einem "Evakuierungstransport" aus Auschwitz mit.
    Fotoquelle: © ORB/MDR/DRA
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    Fred Delmare (li.)
    Fotoquelle: © MDR
  • Armin Müller-Stahl (re.) in der Rolle des Kz-Häftlings André Höfel. Vergrößern
    Armin Müller-Stahl (re.) in der Rolle des Kz-Häftlings André Höfel.
    Fotoquelle: © MDR/DRA
Spielfilm, Kriegsdrama
Nackt unter Wölfen

Infos
Originaltitel
Nackt unter Wölfen
Produktionsland
DDR
Produktionsdatum
1963
Altersfreigabe
12+
DVD-Start
Do., 21. August 2008
MDR
Sa., 04.04.
00:00 - 02:00


Das KZ Buchenwald war eine Stätte des Mordens und grenzenloser Quälerei. Inmitten des Schreckens geschieht etwas Unglaubliches: Häftlinge finden in einem Koffer einen kleinen jüdischen Jungen. Was tun? Das Kind vor der SS verstecken? Das würde den sicheren Tod für die Eingeweihten und Gefahr für den Plan der Selbstbefreiung bedeuten. Frühjahr 1945, Konzentrationslager Buchenwald. Die sich nähernde Front von Ost und West versetzt die Lagerleitung in Panik und täglich werden mehr Häftlinge in den Tod geschickt. Dagegen wächst unter Führung der Häftlingsselbstverwaltung der Widerstand der Lagerinsassen. In dieser angespannten Situation trifft im KZ ein neuer Evakuierungstransport aus Auschwitz ein. Unter ihnen auch ein Pole mit einem großen, zerdrückten Koffer. Die Häftlinge Höfel (Armin Mueller-Stahl) und Pippig (Fred Delmare) erschrecken zutiefst, als sie dessen Inhalt sehen: Ein Kind. Es im Lager zu verstecken, ist schwierig und gefährlich und gefährdet gleichzeitig die Pläne einer Selbstbefreiung. Deshalb entscheidet schweren Herzens der Leiter der illegalen Widerstandsgruppe Bochow (Gerry Wolff), dass der Pole und der Junge mit dem nächsten Transport das Lager wieder verlassen müssen. Für ihn stehen 50.000 Menschen gegen ein einziges Kind. Aber der Lagerälteste, Walter Krämer (Erwin Geschonneck), lässt die Abschiebung nicht zu. Bochows Befürchtungen bestätigen sich, die SS erfährt von dem Kind. Doch ihre Suche danach ist vergeblich. Unter Einsatz ihres Lebens reichen es Krämer, Pippig und Höfel und viele andere von Versteck zu Versteck. Der Junge wird für die Häftlinge zum Sinn ihres Lebens und zum Ziel des Kampfes gegen ihre Peiniger. Als am 11. April 1945 das Signal zum Aufstand ertönt, ist unter den 21.000 Häftlingen aus 32 Ländern auch der kleine jüdische Junge. Der DEFA-Film "Nackt unter Wölfen" entstand nach dem gleichnamigen Roman von Bruno Apitz. Bruno Apitz war selbst acht Jahre Häftling im Konzentrationslager Buchenwald, der erzählte Fall ist authentisch. Frank Beyer gestaltete einen psychologisch nuancierten Film, der differenzierte Porträtstudien von Henkern und Opfern mit seltener Eindringlichkeit und Authentizität zeichnet. Die Hauptfigur Krämer - der Kopf der illegalen Widerstandsorganisation im Lager - wird von Erwin Geschonneck aus eigenem Wissen und Erleben heraus mit faszinierender Ausstrahlung gespielt. Ihm zur Seite ein großes Darstellerensemble, u.a. Fred Delmare als Pippig, dessen Figur zur Volksgestalt wurde. Vorlage: nach dem Roman von Bruno Apitz Walter Krämer: Erwin Geschonneck Rudi Pippig: Fred Delmare André Höfel: Armin Mueller-Stahl Marian Kropinski: Krystyn Wójcik Herbert Bochow: Gerry Wolff August Rose: Peter Sturm Leonid Bogorski: Viktor Awdjuschko Zacharias Jankowski: Boleslaw Plotnicki Hauptscharführer Zweiling: Wolfram Handel Hauptscharführer Reineboth: Erik S. Klein Hauptsturmführer Kluttig: Herbert Köfer

Eine Filmkritik sowie weitere Infos zu "Nackt unter Wölfen" finden Sie hier.


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Der Trailer zu "Nackt unter Wölfen"

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