Nirgendwo willkommen

  • In Rumänien stehen Roma am Rande der Gesellschaft. Oft leben sie unter ärmlichsten Bedingungen. Vergrößern
    In Rumänien stehen Roma am Rande der Gesellschaft. Oft leben sie unter ärmlichsten Bedingungen.
    Fotoquelle: ZDF/Bastian Baumöller
  • Im Kulturbunker in Duisburg können sich Roma-Familien gebrauchte Bekleidung aussuchen. Michale Fröhling, Geschäftsführer der Einrichtung, kennt die Nöte der Familien. Vergrößern
    Im Kulturbunker in Duisburg können sich Roma-Familien gebrauchte Bekleidung aussuchen. Michale Fröhling, Geschäftsführer der Einrichtung, kennt die Nöte der Familien.
    Fotoquelle: ZDF/Bastian Baumöller
  • Die Einwohner von Arad nennen es Slum: den Bezirk, in dem zirka 1000 Roma leben. Ohne Wissen des Roma-Fürsten sollte man den Ort auch nicht betreten. Jossip Varga erzählt uns dann aber sehr offen über sein Leben. Vergrößern
    Die Einwohner von Arad nennen es Slum: den Bezirk, in dem zirka 1000 Roma leben. Ohne Wissen des Roma-Fürsten sollte man den Ort auch nicht betreten. Jossip Varga erzählt uns dann aber sehr offen über sein Leben.
    Fotoquelle: ZDF/Bastian Baumöller
  • Familie Stefan zahlt 850 Euro Miete (kalt) für 45 Quadratmeter im vierten Stock eines Mietshauses in Duisburg. Artimezia hat sieben Kinder, ihr Mann hat einen 450-Euro-Job, sie bekommen Hartz IV-Aufstockung und Kindergeld. Vergrößern
    Familie Stefan zahlt 850 Euro Miete (kalt) für 45 Quadratmeter im vierten Stock eines Mietshauses in Duisburg. Artimezia hat sieben Kinder, ihr Mann hat einen 450-Euro-Job, sie bekommen Hartz IV-Aufstockung und Kindergeld.
    Fotoquelle: ZDF/Philipp Hampl
  • Logo "ZDF.reportage". Vergrößern
    Logo "ZDF.reportage".
    Fotoquelle: ZDF/Matthias Ruuck
Report, Dokumentation
Nirgendwo willkommen

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDFinfo
Mo., 17.12.
00:10 - 00:45
Roma in Deutschland


Etwa 120 000 Roma leben in Deutschland, die meisten kommen aus Rumänien. Dort leben sie oft in Armenvierteln. Hier in Deutschland hoffen sie auf ein besseres Leben. Im Ruhrgebiet leben größere Roma-Gruppen in heruntergekommenen Schrottimmobilien und beziehen zum Teil zu Unrecht Sozialleistungen vom Staat. Oft wissen sie davon gar nichts, denn sie werden dabei von gewieften Betrügern ausgenutzt. Viele Roma wurden durch die Ausweitung der Arbeitnehmer-Freizügigkeit innerhalb der EU gelockt. Die gilt seit 2014 - und der Zustrom von Armutseinwanderern aus Osteuropa und dem Balkan ist ungebrochen. Immer wieder führt das zu Problemen, die das Bild der Roma in der Öffentlichkeit negativ prägen. In Städten wie Stuttgart und Köln leben die Elendszuwanderer aus Rumänien unter Hecken in den Stadtparks - selbst im Winter. In Köln fielen sie eine Zeitlang immer wieder durch exzessiven Alkoholkonsum und aggressives Verhalten auf. Als Bettler in den Fußgängerzonen werden sie seit Jahren als Ärgernis empfunden. Die Antipathie gegenüber Roma ist deutlich stärker als zum Beispiel gegenüber Muslimen und Asylbewerbern. Und: Die Abneigung zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten. Viele sind der Meinung, dass sie "durch ihr Verhalten" für diese Feindseligkeit selbst verantwortlich sind: Bei Muslimen denken das 51 Prozent der Bevölkerung, bei Sinti und Roma 49 und bei Asylbewerbern 41 Prozent." Die "ZDF.reportage" begibt sich auf eine spannende Spurensuche und will Antworten auf die Frage finden: Wie müssen die Roma in Rumänien leben und leiden, dass sie sich auf den Weg in ein Land machen, in dem sie nicht willkommen sind und entweder unter dünnen Decken im Park überwintern müssen oder, von Betrügern ausgebeutet, am Ende doch wieder in Rumänien landen? Kann das alles besser sein als dort, wo sie herkommen? Und wie reagieren die Bundesbürger auf die ungeliebten Übernachtungsgäste in Parks? Über mehrere Monate hat ein Kamerateam Roma in Deutschland und Rumänien begleitet.


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