Erzählt wird die Geschichte der 12-jährigen Nora, die seit ihrer Geburt schwerhörig ist und auf einem Auge blind und trotzdem auf eine ganz normale Gesamtschule geht. Das ist nicht immer einfach für sie, vor allem am Anfang wurde sie geärgert und gehänselt. Mittlerweile geht sie gern zur Schule und ist auch eine gute Schülerin. In diesem fiktionalen Dokumentarfilm wird konsequent aus der Perspektive von Nora erzählt. Neben der dokumentarischen filmischen Beobachtung entwickelt die Autorin zusammen mit Nora inszenierte Szenen, in denen die Zuschauer sehen, hören und fühlen können wie Nora hört, sieht und fühlt. Ihr Hörgerät z.B. kann nicht so selektiv arbeiten wie das menschliche Ohr - das soll auf der Tonebene gezeigt werden. Oder, dass sie nur eingeschränkt sehen kann - das soll mit Hilfe eines Froschauges an der Kamera sichtbar gemacht werden. Noras großer Traum ist eine Weltreise. Das ist ihr Konflikt. Denn einerseits hasst sie es, wenn sie in der Öffentlichkeit so angestarrt wird, andererseits will sie aber auch raus und die Welt sehen und erleben. New York ist ihr großes Ziel. Dabei hat sie enorme Schwierigkeiten, Englisch zu lernen, weil sie die Wörter nicht so gut voneinander unterscheiden kann, weil die Aussprache für sie schwieriger zu hören und zu lernen ist. Deshalb hat sie in Englisch eine extra Förderlehrerin. Der Film soll LehrerInnen und SchülerInnen dafür sensibilisieren, was mit dem "Theme Inclusion" gemeint ist und wie Kinder mit Förderbedarf es brauchen, dazuzugehören und wie schwierig das ist, und manchmal auch ganz einfach. In Noras Klasse hat die Lehrerin ein Ansteckmikro und die SchülerInnen sprechen in Mikrofone - dann ist es für Nora leicht, alles zu verstehen.