Statistisch fährt jeder Bewohner des Landes 25 Mal im Jahr mit der Bahn. Sie gilt als umweltfreundlich und ist Hoffnungsträger der Klima- und Verkehrspolitik. Zugleich hat sie das Image eines Sanierungsfalls: teuer, unzuverlässig, marode. Wie steht es wirklich um die Bahn? Was läuft falsch beim größten deutschen Staatsunternehmen? Die Autoren veranschaulichen die Komplexität des Systems "Bahn" und diskutieren Probleme und Lösungsideen. Sie sind mit der Bahn kreuz und quer durchs Land gefahren, sind mit Kunden ins Gespräch gekommen und haben Fachleute und Problemstellen besucht. Ein Berufspendler hat für "Operation Bahn" vier Wochen lang Videotagebuch geführt: Ist die Bahn wirklich so unpünktlich? Verkehrswissenschaftler berechnen die Folgen von möglichen Änderungen im System. Ein Software- Unternehmen beobachtet über einen Monat die Entwicklung von Ticketpreisen: Wie werden Preise gemacht und wann wird es billig? Der Film zeigt, wie schwer es Großkunden haben, wenn sie mehr Fracht auf die Schiene bringen wollen. Wenn die Bahn ihre Strecken ausbauen und modernisieren will, stößt sie nicht selten auf Widerstand von Anwohnern. Die wollen weniger Lärm und Hektik vor der Haustür und begründen ihre Ablehnung gern mit dem Schutz von Fauna und Flora. "Operation Bahn" gewährt außergewöhnliche Einblicke ins System Bahn: Gedreht wurde bei Disponenten der zentralen Verkehrsleitung, die entscheiden, wann Tickets teuer und wann billig sind, aber auch, welcher Zug warten muss und welcher weiter fährt. In der Planung des Frachtgeschäfts, auf einer Baustelle, im Rangierbahnhof und in einer ICE-Werkstatt wird deutlich, wie kompliziert das verzahnte System Bahn ist. Kunden und Mitarbeiter kommen zu Wort. Manager, Aufseher und unabhängige Fachleute erklären, wo sie die Zukunft der Deutschen Bahn sehen und wie sie gewonnen werden kann. Eine Produktion des Hessischen Rundfunks und des Rundfunks Berlin-Brandenburg.