Karin Wegemann hat sich versetzen lassen. Statt aktivem Dienst beim LKA unterrichtet sie seit einigen Monaten angehende Kollegen an der Polizeischule. Eines Abends begegnet Wegemann dem investigativen Journalisten Maik Fellner. Seit Jahren ist der Kinderhandel in Deutschland Fellners Thema, doch seine Artikel haben letztlich keinerlei Wirkung, seine erschütternden Recherchen werden höchstens als Verleumdung verunglimpft. Fellner braucht Wegemann, aber er braucht sie als aktive Polizistin. Er setzt Wegemann unter Druck, erzählt ihr von einer 14-jährigen Zeugin, die ihn auf die Spur eines Kinderhändlerrings in Potsdam gebracht hat. Die Hinweise sind so konkret, dass Wegemann beginnt, in Brandenburg mit ihrem anfangs undurchsichtigen Potsdamer Kollegen Ronald Krug vor Ort zu ermitteln. Mithilfe von Victor, dessen Freundin Laura ebenfalls dem Kinderhändlerring ausgesetzt ist, wird Karin Wegemann auf die zehnjährige Lucy aufmerksam. Auffällig geschminkt sitzt das Mädchen alleine am Bahnsteig. Als sie die Kleine anspricht, kommt eilig der angesehene Potsdamer Bauunternehmer Kai Voss dazu und stellt sich als Lucys Vater vor. Obwohl Krug und Staatsanwalt Mack für Kai Voss und seine Frau bürgen, weiß Wegemann die Zeichen zu deuten. Sie nimmt die Spur auf und entdeckt, dass mit Vanessa noch ein zweites Kind neben Lucy im Haus Voss wohnt. Karin Wegemann gerät bei ihren Ermittlungen in größte Not, denn auch die Täter wissen, dass es eine Zeugin gibt ...