Karin Wegemann hat das LKA nach den Geschehnissen von «Operation Zucker» verlassen. Statt aktivem Dienst beim LKA unterrichtet sie seit einigen Monaten angehende Kollegen an der Polizeischule. Doch der berufliche Wechsel haben ihr weder Stabilität noch innere Ruhe gebracht. Eines Abends begegnet Wegemann dem investigativen Journalisten Maik Fellner (André Szymanski). Seit Jahren ist der Kinderhandel in Deutschland Fellners Thema, doch seine Artikel haben letztlich keinerlei Wirkung, seine erschütternden Recherchen werden höchstens als Verleumdung verunglimpft. Fellner braucht Wegemann, aber er braucht sie als aktive Polizistin. Er setzt sie unter Druck, erzählt ihr von einer 14-jährigen Zeugin, die ihn auf die Spur eines Kinderhändlerrings in Potsdam gebracht hat. Die Hinweise sind so konkret, dass auch Wegemann sich dem logischen nächsten Schritt nicht entziehen kann. Nachdem sie ihren Vorgesetzten davon überzeugen konnte, dass sie die nötige emotionale Stabilität mitbringt, lässt sie sich nach Brandenburg schicken, um mit ihrem anfangs undurchsichtigen Potsdamer Kollegen Ronald Krug vor Ort zu ermitteln. Mithilfe von Victor , dessen Freundin Laura ebenfalls dem Kinderhändlerring ausgesetzt ist, wird Wegemann auf die zehnjährige Lucy aufmerksam. Auffällig geschminkt sitzt das Mädchen alleine am Bahnsteig. Als Wegemann die Kleine anspricht, kommt eilig der angesehene Potsdamer Bauunternehmer Kai Voss dazu und stellt sich als Lucys Vater vor. Obwohl Krug und Staatsanwalt Mack für Kai Voss und seine Frau bürgen, weiss Wegemann die Zeichen zu deuten. Sie nimmt die Spur auf und entdeckt, dass noch ein zweites Kind neben Lucy im Haus Voss wohnt. Bald gerät die Ermittlerin in eine lebensgefährliche Lage, denn auch die Täter wissen, dass es eine Zeugin gibt. In der «FAZ» wurde die ARD-Produktion ausführlich besprochen und als wichtige Fernsehproduktion gelobt, die auf Missstände mitten in der Gesellschaft aufmerksam macht: «Der Film 'Operation Zucker. Jagdgesellschaft' blickt auf die schlimmsten Verbrechen an Kindern, die man sich vorstellen kann. Er beruht auf Recherchen zu organisiertem Sadismus, der nicht erfunden ist Zum Glück gibt es solche Filme, die entlarven, aufklären und Zusammenhänge stiften. Auch wenn sie zunächst 'nur' die Ohnmacht zeigen .»