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3sat
Fr., 15.03.
05:50 - 06:20


Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: "Panorama" zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind. Im Fokus sind diesmal die Rechte der Frauen. Anlässlich des Frauentages taucht die Sendung in die 1970er-Jahre ein. Autonome Frauengruppen schossen damals aus dem Boden und sorgten mit genug Trubel dafür, dass Themen wie Abtreibung und Gewalt in der Ehe in Politik und Gesellschaft diskutiert werden. So schuf die Regierung Kreisky eine Gesetzgebung, die den Frauen mehr Rechte einräumte. Unter anderem das Recht auf Abtreibung bis zum dritten Schwangerschaftsmonat. Die "Aktion Leben" lief Sturm gegen die sogenannte Fristenlösung und initiierte ein Volksbegehren, das auch von weiten Teilen der katholischen Kirche unterstützt wurde. Elizabeth T. Spira und Robert Dornhelm berichteten aus dem Tiroler Dorf See im Paznauntal, wo der örtliche Pfarrer von der Kanzel herab gegen Abtreibung polemisierte. In einer "Prisma"-Sendung waren Frauen, die nach der Legalisierung abgetrieben hatten, so mutig, vor die Kamera zu treten und öffentlich aufzuzeigen, mit welchen Schikanen sie zu kämpfen hatten, als sie ihr Recht auf Abtreibung tatsächlich wahrnehmen wollten. Auch die Strafverfolgung von Gewalt in der Ehe und Familie wurde in den 1970er-Jahren rechtlich untermauert und die Stellung des Mannes als Familienoberhaupt abgeschafft. Der Weg wurde frei für Frauenhäuser, in denen Frauen mit ihren Kindern vor gewalttätigen Partnern Schutz finden konnten. Eva Klimek widmete dem zweiten Wiener Frauenhaus ein Porträt. Wie weit der Weg zur Gleichberechtigung trotz verbesserter Gesetzeslage allerdings noch war, zeigten 1978 Trautl Brandstaller und Monika Lindner in ihrer Reportage "Gleiche Arbeit - gleicher Lohn", in der sie die Mechanismen aufzeigten, die dazu führten, dass Frauen immer wieder in den unteren Entlohnungssegmenten landeten.

Thema:

Rechte der Frauen

Eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: "Panorama" zeigt, wie Themen, die uns heute beschäftigen, einst im Fernsehen behandelt worden sind. Im Fokus sind diesmal die Rechte der Frauen. Anlässlich des Frauentages taucht die Sendung in die 1970er-Jahre ein. Autonome Frauengruppen schossen damals aus dem Boden und sorgten mit genug Trubel dafür, dass Themen wie Abtreibung und Gewalt in der Ehe in Politik und Gesellschaft diskutiert werden. So schuf die Regierung Kreisky eine Gesetzgebung, die den Frauen mehr Rechte einräumte. Unter anderem das Recht auf Abtreibung bis zum dritten Schwangerschaftsmonat. Die "Aktion Leben" lief Sturm gegen die sogenannte Fristenlösung und initiierte ein Volksbegehren, das auch von weiten Teilen der katholischen Kirche unterstützt wurde. Elizabeth T. Spira und Robert Dornhelm berichteten aus dem Tiroler Dorf See im Paznauntal, wo der örtliche Pfarrer von der Kanzel herab gegen Abtreibung polemisierte. In einer "Prisma"-Sendung waren Frauen, die nach der Legalisierung abgetrieben hatten, so mutig, vor die Kamera zu treten und öffentlich aufzuzeigen, mit welchen Schikanen sie zu kämpfen hatten, als sie ihr Recht auf Abtreibung tatsächlich wahrnehmen wollten. Auch die Strafverfolgung von Gewalt in der Ehe und Familie wurde in den 1970er-Jahren rechtlich untermauert und die Stellung des Mannes als Familienoberhaupt abgeschafft. Der Weg wurde frei für Frauenhäuser, in denen Frauen mit ihren Kindern vor gewalttätigen Partnern Schutz finden konnten. Eva Klimek widmete dem zweiten Wiener Frauenhaus ein Porträt. Wie weit der Weg zur Gleichberechtigung trotz verbesserter Gesetzeslage allerdings noch war, zeigten 1978 Trautl Brandstaller und Monika Lindner in ihrer Reportage "Gleiche Arbeit - gleicher Lohn", in der sie die Mechanismen aufzeigten, die dazu führten, dass Frauen immer wieder in den unteren Entlohnungssegmenten landeten.



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