Zum Stamm der Shipibo zählen etwa 30.000 Mitglieder. Er gehört zu den größten indigenen Bevölkerungsgruppen Perus. Gian und sein Bruder Nils, 14 und 15 Jahre alt, leben mit ihrer Familie im Amazonasgebiet. Ihr Dorf hat 2.000 Einwohner und liegt auf halbem Weg zwischen Regenwald und Stadt. Als die beiden Brüder ihren Eltern mitteilen, dass sie eine Reise nach Lima unternehmen wollen, kommen Ängste und Zweifel auf. Die Hauptstadt scheint unendlich viele Möglichkeiten zu bieten. Mit den letzten Anweisungen ihres Vaters im Ohr brechen die beiden Jugendlichen schließlich in die Metropole des südamerikanischen Andenstaates auf. Die Jungen aus der abgelegenen und noch weitgehend vom Rhythmus der Natur bestimmten Urwaldregion begeben sich in das Elendsviertel Cantagallo und erleben dort einen Kulturschock. Für Nils und Gian beginnt mit der Rückkehr in ihr Dorf eine Zeit des Zweifelns. Wo ist ihr Platz in dieser modernen Welt? Welcher Weg ist für sie bestimmt? Und wie können sie ihre nunmehr noch unerreichbarer scheinenden Träume verwirklichen? Ihre Suche führt sie tief ins Amazonasgebiet zu dem von ihrem Volk seit jeher als heilig verehrten See Cumancaya. Dort teilt ihr Vater sein traditionelles Wissen über die Natur und die Entstehung der Welt mit ihnen. Nach ihrer Rückkehr ins Dorf sind Nils und Gian bereit, in die Geheimnisse der Welt der Shipibo eingewiesen zu werden.