Pioniere

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Fotoquelle: ZDF/Corporate Design
Report, Dokumentation
Pioniere

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2012
ZDFneo
Mi., 19.06.
04:20 - 05:05
Siegeszug der Düsenjets


Düsenjets sind die Könige der Lüfte: Innerhalb weniger Minuten steigen die riesigen Stahlvögel auf mehr als 10 000 Meter und rasen hoch oben über den Wolken von einem Ort zum nächsten. Möglich machen das extrem leistungsstarke Triebwerke. Sie zu bauen, bedeutet höchste Ingenieurskunst. Die beherrscht ein Unternehmen, das eher mit luxuriösen Autos als mit Flugzeugen in Verbindung gebracht wird: Rolls Royce. Der Name steht nämlich nicht nur für PS-starke Motoren, die englische Traditionsfirma baut auch die besten Triebwerke der Welt. Das neueste Meisterstück heißt "Trent 1000". Es ist der effizienteste und leiseste Düsenantrieb seiner Klasse, entwickelt für den "Dreamliner 787" von Boeing. Mit dem Flieger mal eben ganz schnell von A nach B zu reisen, gehört im 21. Jahrhundert zum Alltag der allseits mobilen Gesellschaft. Doch noch vor zirka 80 Jahren konnte sich das keiner vorstellen. Erst zwei findigen Tüftlern gelang es, die Luftfahrt zu revolutionieren. Anfang der 30er-Jahre liebt der junge Physikstudent Hans Pabst von Ohain nichts mehr, als mit seinem Segelflugzeug elegant durch die Lüfte zu schweben. Doch als er das erste Mal mit der "Junkers 52" - der legendären "Tante Ju" - fliegt, kommt er vollkommen erledigt am Reiseziel an. Für seinen Geschmack ist sie zu laut und zu langsam, die Abgase der Motoren stechen in der Nase, und als Passagier wird man permanent durchgeschüttelt. So macht dem Schöngeist Hans von Ohain das Fliegen keinen Spaß. Trotzdem lässt ihn das Erlebnis in der Passagiermaschine nicht mehr los. Wie kann Fliegen angenehmer, leiser und schneller werden? Er beginnt über einen neuen Antrieb nachzudenken. Eine spezielle Turbine, die Luft einsaugt, komprimiert und zusammen mit heißen Verbrennungsgasen unter hohem Druck wieder ausstößt. Dass bereits Jahre vor ihm ein englischer Air-Force-Pilot dieselbe Idee hatte, ahnt der Deutsche nicht. Frank Whittle gilt als Draufgänger. Für ihn bedeutet Fliegen vor allem, schnell durch die Luft zu rasen. Immer wieder zwingt er die alten Propeller-Maschinen der Royal Air Force an ihre Leistungsgrenzen. Das geht meistens schief, Frank Whittle stürzt mehrmals ab. Zwar kommt er immer mit leichten Blessuren davon, doch seinen Vorgesetzten treibt er mit seinen Versuchen die Zornesröte ins Gesicht. Für Frank Whittle Ansporn genug, sich ausgiebiger mit Flugzeugantrieben zu beschäftigen. Denn er weiß: Will er schneller fliegen, muss er höher fliegen. Mit einem Propeller-Antrieb ist das aber nicht möglich. Deswegen tüftelt er an einem neuen Konzept. Mit einem heißen Strahl könnten Flugzeuge angetrieben werden. Diese Idee will er umsetzen. Dafür braucht er Geld, das er sich vom Luftfahrtministerium erhofft. Doch dort will man von der Idee nichts wissen. Whittles Vision, die er auf Papier schon sorgfältig ausgearbeitet hat, liegt damit für Jahre auf Eis. Hans von Ohain hingegen erhält Unterstützung. Der deutsche Flugzeugbauer Ernst Heinkel wird zum Förderer des jungen Pioniers und baut mit ihm ein Triebwerk. Gleichzeitig nimmt Frank Whittle in England wieder die Arbeit auf - er jedoch ohne Förderer, dafür mit geliehenem Geld. Ohne voneinander zu wissen, begeben sich die zwei jungen Erfinder in das Rennen um das erste Düsentriebwerk der Welt. Eine Erfindung, die die Welt kleiner erscheinen lässt. Doch nur einer von beiden kann diesen Wettlauf gewinnen.
Düsenjets sind die Königinnen der Lüfte: Innerhalb weniger Minuten steigen die riesigen Stahlvögel auf mehr als 10 000 Meter und rasen hoch oben über den Wolken von einem Ort zum nächsten. Sie überwinden Meere, Berge und Wüsten und befördern Millionen von Menschen rund um den Globus. Möglich machen das extrem leistungsstarke Triebwerke. Sie zu bauen, bedeutet höchste Ingenieurskunst. Das beherrscht ein Unternehmen, das eher mit luxuriösen Autos als mit Flugzeugen in Verbindung gebracht wird. Der Name Rolls Royce steht nämlich nicht nur für PS-starke Motoren, die englische Traditionsfirma baut auch die besten Triebwerke der Welt. Das neueste Meisterstück heißt "Trent 1000". Es ist der effizienteste und leiseste Düsenantrieb seiner Klasse, entwickelt für den "Dreamliner 787" von Boeing. Mit dem Flieger mal eben ganz schnell von A nach B zu reisen, gehört im 21. Jahrhundert zum Alltag der allseits mobilen Gesellschaft. Doch noch vor rund 80 Jahren konnte sich das keiner vorstellen. Erst zwei findigen Tüftlern gelang es, die Luftfahrt zu revolutionieren. Anfang der 1930er-Jahre liebt der junge Physikstudent Hans Joachim Pabst von Ohain nichts mehr, als mit seinem Segelflugzeug elegant durch die Lüfte zu schweben. Doch als er das erste Mal mit der "Junkers 52" - der legendären "Tante Ju" - fliegt, kommt er vollkommen erledigt am Reiseziel an. Für seinen Geschmack ist sie zu laut und zu langsam, die Abgase der Motoren stechen in der Nase, und als Passagier wird man permanent durchgeschüttelt. So macht dem Schöngeist Fliegen keinen Spaß. Trotzdem lässt ihn das Erlebnis in der Passagiermaschine nicht mehr los. Wie kann Fliegen angenehmer, leiser und schneller werden? Er beginnt, über einen neuen Antrieb nachzudenken. Eine spezielle Turbine, die Luft einsaugt, komprimiert und zusammen mit heißen Verbrennungsgasen unter hohem Druck wieder ausstößt. Dass bereits Jahre vor ihm ein englischer Air-Force-Pilot dieselbe Idee hatte, ahnt der Deutsche nicht. Frank Whittle gilt als Draufgänger. Für ihn bedeutet Fliegen vor allem, schnell durch die Luft zu rasen. Immer wieder zwingt er die alten Propellermaschinen der Royal Air Force an ihre Leistungsgrenzen. Das geht meistens schief, Frank Whittle stürzt mehr als einmal ab. Zwar kommt er immer mit leichten Blessuren davon, doch seinen Vorgesetzten treibt er mit seinen Versuchen die Zornesröte ins Gesicht. Für Frank Whittle Ansporn genug, sich ausgiebiger mit Flugzeugantrieben zu beschäftigen. Denn er weiß: Will er schneller fliegen, muss er höher fliegen. Mit einem Propellerantrieb ist das aber nicht möglich. Deswegen tüftelt er an einem neuen Konzept. Mit einem heißen Strahl könnten Flugzeuge angetrieben werden. Diese Idee will er umsetzen. Dafür braucht er Geld, das er sich vom Luftfahrtministerium erhofft. Doch dort will man von der Idee nichts wissen. Whittles Vision, die er auf Papier schon sorgfältig ausgearbeitet hat, liegt damit für Jahre auf Eis. Hans von Ohain hingegen erhält Unterstützung. Der deutsche Flugzeugbauer Ernst Heinkel wird zum Förderer des jungen Pioniers und baut mit ihm ein Triebwerk. Gleichzeitig nimmt Frank Whittle in England wieder die Arbeit auf - er jedoch ohne Förderer, dafür mit geliehenem Geld. Ohne voneinander zu wissen, begeben sich die zwei jungen Erfinder in das Rennen um das erste Düsentriebwerk der Welt. Eine Erfindung, die die Welt kleiner erscheinen lässt. Doch nur einer von beiden kann diesen Wettlauf gewinnen.


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