Polizeiruf 110

  • Bukow (Charly Hübner, links) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau) nehmen Guido Wachs (Peter Trabner) in die Zange. Vergrößern
    Bukow (Charly Hübner, links) und Katrin König (Anneke Kim Sarnau) nehmen Guido Wachs (Peter Trabner) in die Zange.
    Fotoquelle: NDR/Christine Schroeder
  • Anneke Kim Sarnau gibt die vom Fall mitgenommene Katrin König. Vergrößern
    Anneke Kim Sarnau gibt die vom Fall mitgenommene Katrin König.
    Fotoquelle: NDR/Christine Schroeder
  • Bukow (Charly Hübner) will den Fall nicht auf sich beruhen lassen. Vergrößern
    Bukow (Charly Hübner) will den Fall nicht auf sich beruhen lassen.
    Fotoquelle: NDR/Christine Schroeder
  • Der alte Mordfall beschäftigt (von links) Henning Röder (Uwe Preuss), Volker Thiesler (Josef Heynert) und Anton Pöschel (Andreas Guenther). Vergrößern
    Der alte Mordfall beschäftigt (von links) Henning Röder (Uwe Preuss), Volker Thiesler (Josef Heynert) und Anton Pöschel (Andreas Guenther).
    Fotoquelle: NDR/Christine Schroeder
  • Janinas Mutter (Hildegard Schmahl) ist bestürzt; man kann den Mörder nicht zur Rechenschaft ziehen. Vergrößern
    Janinas Mutter (Hildegard Schmahl) ist bestürzt; man kann den Mörder nicht zur Rechenschaft ziehen.
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  • Guido Wachs (Peter Trabner) gibt sich abgebrüht. Vergrößern
    Guido Wachs (Peter Trabner) gibt sich abgebrüht.
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  • Bukow (Charly Hübner) ist durch die Ermittlungen desillusioniert. Vergrößern
    Bukow (Charly Hübner) ist durch die Ermittlungen desillusioniert.
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  • Voller Wut: Janinas Mutter (Hildegard Schmahl, rechts) stellt Guido Wachs (Peter Trabner, zweiter von links). Vergrößern
    Voller Wut: Janinas Mutter (Hildegard Schmahl, rechts) stellt Guido Wachs (Peter Trabner, zweiter von links).
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  • Katrin König (Anneke Kim Sarnau, links) rettet die lebensmüde Ursula Stöcker (Hildegard Schmahl). Vergrößern
    Katrin König (Anneke Kim Sarnau, links) rettet die lebensmüde Ursula Stöcker (Hildegard Schmahl).
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  • Henning Röder (Uwe Preuss, links) und Volker Thiesler (Josef Heynert) hoffen, den damaligen Täter dingfest machen zu können. Vergrößern
    Henning Röder (Uwe Preuss, links) und Volker Thiesler (Josef Heynert) hoffen, den damaligen Täter dingfest machen zu können.
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  • Katrin König (Anneke Kim Sarnau) verfolgt das Geschehen vor Gericht. Vergrößern
    Katrin König (Anneke Kim Sarnau) verfolgt das Geschehen vor Gericht.
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  • Charly Hübner spielt Alexander Bukow, der 1988 erst 14 Jahre alt war. Vergrößern
    Charly Hübner spielt Alexander Bukow, der 1988 erst 14 Jahre alt war.
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    Bukow (Charly Hübner) macht sich Sorgen.
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  • Können die Ermittler Guido Wachs (Peter Trabner) noch andere Verbrechen nachweisen? Vergrößern
    Können die Ermittler Guido Wachs (Peter Trabner) noch andere Verbrechen nachweisen?
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  • Bukow (Charly Hübner) kocht vor Wut auf König (Anneke Kim Sarnau). Vergrößern
    Bukow (Charly Hübner) kocht vor Wut auf König (Anneke Kim Sarnau).
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  • Kommissar Röder (Uwe Preuss) leitete den Fall damals, konnte ihn aber nicht aufklären. Vergrößern
    Kommissar Röder (Uwe Preuss) leitete den Fall damals, konnte ihn aber nicht aufklären.
    Fotoquelle: NDR/Christine Schroeder
Serie, Krimireihe
Mord nach dem Boss-Konzert im Osten
Von Maximilian Haase

Infos
Audiodeskription
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
Altersfreigabe
16+
ARD
So., 11.11.
20:15 - 21:45
Für Janina


Verbrechen in der DDR: Im Rostocker "Polizeiruf 110: Für Janina" widmen sich mitgenommene Ermittler einem 30 Jahre zurückliegenden Mord- und Vergewaltigungsfall.

Der "Polizeiruf 110" hat sich längst auch im vereinigten Deutschland als traditionsreiche und ernstzunehmende Krimireihe etabliert. Als DDR-Pendant zum westdeutschen "Tatort" 1971 vom Ostsender DFF ins Leben gerufen, blickt das Format auf eine ebenso ereignisreiche Mediengeschichte als Publikumsliebling zurück wie der "Tatort". Noch immer stehen dabei ostdeutsche Probleme und Befindlichkeiten im Fokus – und manchmal, wie im aktuellen Rostocker "Polizeiruf 110: Für Janina", sogar ganze Kriminalfälle aus der DDR. Ein 30 Jahre zurückliegender Mord an einem Mädchen, das zuvor vergewaltigt wurde, wühlt die Ermittler emotional gehörig auf. Neben der schrecklichen Tat an sich, für die der Hauptverdächtige nie belangt wurde, beleuchtet der mitnehmende und persönlich erzählte Krimi auch die Polizeiarbeit in der DDR.

1988 lief im DDR-Fernsehen ein "Polizeiruf 110" unter dem Titel "Kreuzworträtselfall". Der Film beschäftigte sich mit einem der aufsehenerregendsten realen Kriminalfälle des "Arbeiter- und Bauernstaates" – dem sieben Jahre zuvor verübten Missbrauch und Mord an einem Siebenjährigen in Halle/Saale. Um Vergewaltigung und Mord in der DDR geht es auch im "Polizeiruf 110: Für Janina", dessen Hauptverbrechen Drehbuchautor und Regisseur Eoin Moore im Rostock des Jahres 1988 ansiedelt.

Damals, so die Geschichte, die man sich auf dem Rostocker Revier noch immer erzählt, wurde nach dem Besuch beim legendären Bruce-Springsteen-Konzert in Ost-Berlin die 15-jährige Janina auf dem Rückweg vom Bahnhof in Rostock brutal missbraucht und umgebracht. Rückblicke auf das Geschehen vor 30 Jahren liefert der außergewöhnliche Krimi allerdings nur in Form alter Videos, Fotos – und der emotionsgeladenen Erinnerungen der involvierten Protagonisten. Einer davon ist Kommissar Röder (Uwe Preuss), der den Fall damals leitete und nicht aufklärte. Seither hielt ihn Janinas noch immer verzweifelte Mutter (Hildegard Schmahl), eine ehemalige Mitarbeiterin des Kommissariats, über Jahre dazu an, sich des Mordes an ihrer Tochter wieder anzunehmen.

Während sich der einst an DDR-Bürokratie und fehlenden Beweisen gescheiterte Röder sträubt, gibt es für und Alexander Bukow und Katrin König nur eines: Die Ermittler, von Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau zankender und aufgewühlter denn je gespielt, wollen den Fall neu aufrollen. Durch moderne DNA-Analyse wird bald klar: Der Ende der 80er-Jahre verdächtigte Guido Wachs (abgebrüht: Peter Trabner) war wirklich der Täter. Allein: Weil er wegen dieser Tat einmal vor Gericht stand und freigesprochen wurde, darf er dafür nicht noch einmal angeklagt werden.

Die Kommissare sind darüber ebenso wütend wie Janinas Mutter – und doch spielt der "Polizeiruf" hier seine öffentlich-rechtliche Rolle, diese wichtige gesetzliche Regelung zu verteidigen. Dass der Krimi in der ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit" ausgestrahlt wird, ist natürlich kein Zufall. Zuschauer und Charaktere wünschen sich nichts sehnlicher, als Janinas Mörder doch noch hinter Gittern zu sehen, diese für jeden empathischen Menschen himmelschreiende Ungerechtigkeit zu beseitigen. Bleibt nur eines: Wachs muss für eine andere Tat dingfest gemacht werden.

Angesichts der unfassbaren Tat – an einer Stelle als "wütende Vergeltungsvergewaltigung" beschrieben – regieren in diesem mitreißenden "Polizeiruf" hochemotionale Ausbrüche, Schimpftiraden und bisweilen auch die blanke Verzweiflung. Über den frei herumlaufenden Mörder, der in aller Seelenruhe eine Familie gründen konnte. Über die Unfähigkeit, einen Vergewaltiger ins Gefängnis zu bringen. Über die Kriminalistenhände, die einem trotz stichfester Beweise gebunden sind. Gefordert wird dabei auch der Zuschauer, den die Handlung zwingt, zwischen hochkochender Wut und affektloser Akzeptanz des rechtlich Möglichen zu changieren.

Überaus interessant erweisen sich auch die Einblicke in die Polizei-Methoden – und den Alltag – der DDR, an der auch 30 Jahre später keiner der Involvierten vorbeikommt. Von sozialistischen Besonderheiten ("Das war mal der Ruheraum für Frauen – zu Ostzeiten") über damalige Polizei-Tabus ("Russischer Mörder und Vergewaltiger – das war in der DDR ja ausgeschlossen") bis hin zu den handelsüblichen Ossi-Scherzen ("Bruce Springsteen in Ost-Berlin? Das war sicher so ein Highlight wie Bananen im Konsum"). Auch darin besteht die Identität des "Polizeiruf".


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Weitere Infos, Sendetermine und Neuigkeiten zu "Polizeiruf 110" finden Sie hier

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