Durch den Ausbruch des Vulkans Vesuv im Jahr 79 wurde die Stadt Pompeji gänzlich verschüttet. Heute jedoch bieten die einzigartigen Relikte Einblicke in den Alltag einer Stadt und deren Bewohner vor 2.000 Jahren.

Viele Jahrhunderte lang war der Vesuv, einer der gefährlichsten Vulkane der Welt, inaktiv. Doch dann geschah im Jahr 79 die Katastrophe: Der Vulkan brach aus. 30 Stunden dauerte es, bis die Städte in seinem Umkreis verschüttet waren, darunter auch die wohlhabende Stadt Pompeji im Römischen Reich. Vier Kubikkilometer Bimsstein und Asche begruben die Handelsstadt unter sich. Aus der damaligen Tragödie entsprangen allerdings weltweit einzigartige archäologische Relikte, die in der ARTE-Dokumentation "Pompeji – Die Rettung der Zeitzeugen" genauer betrachtet werden: die Bewohner der Stadt.

Die Körper der Leichen zersetzten sich unter der Gesteinsschicht. Es entstand ein Hohlraum, den Archäologen mit Gips auffüllten und ausgruben. "Man könnte diese Körper mit ägyptischen Mumien vergleichen", erklärte die Archäologin Annalisa Capurso in dem Beitrag. "Aber der Unterschied ist, dass die Mumien für das Leben im Jenseits präpariert wurden. Hier jedoch sehen wir Menschen im Augenblick ihres Todes, in der genauen Haltung, in der sie starben."

Diese einzigartigen Überbleibsel gilt es nun, mithilfe neuer Methoden und moderner Technik zu restaurieren. Die Dokumentation begleitet das Team rund um Restaurator Giancarlo Napoli bei der Arbeit, die viel Präzision verlangt. Mit teilweise sehr riskanten Arbeitsschritten bearbeiten sie kritische Stellen, um die Körper für weitere Ausstellungen aufzubereiten. Außerdem sollen DNA-Proben weitere Details über die Pompejier liefern und noch viele offene Fragen klären: Wer waren diese Menschen? Was taten sie? Und wie lebten sie vor 2.000 Jahren?


Quelle: teleschau – der Mediendienst