Portugals wilder Norden

Der Douro fließt durch den Norden Portugals und mündet bei Porto in den Atlantik. Das Douro-Tal ist das älteste geschützte Weinanbaugebiet der Welt und seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe. Nur Wein, der hier angebaut wird, darf sich Portwein nennen. Vergrößern
Der Douro fließt durch den Norden Portugals und mündet bei Porto in den Atlantik. Das Douro-Tal ist das älteste geschützte Weinanbaugebiet der Welt und seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe. Nur Wein, der hier angebaut wird, darf sich Portwein nennen.
Fotoquelle: NDR/Medienkontor/Pedro Rato
Natur+Reisen, Land und Leute
Portugals wilder Norden

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2015
NDR
Mo., 25.06.
15:15 - 16:00


Portugals Norden ist überraschend vielfältig und weitgehend unentdeckt. Atemberaubende Natur, kuriose Traditionen und ungewöhnliche Menschen gibt es hier. Gebäck regnet vom Kirchturm Religion und Tradition liegen in Nordportugal dicht beieinander. In Aveiro regnet es einmal im Jahr zu Ehren des Heiligen Gonçalinho süßes Gebäck vom Himmel. Die sogenannten Cavacas werden vom Dach der Kapelle geworfen. Dann wird die begehrte Süßspeise mit Krabbennetzen, Regenschirmen oder Eimern aufgefangen. Auf christliche Nächstenliebe wird dabei kurzzeitig verzichtet, Cavacas sind eine hart umkämpfte Beute. Zé Augusto Rocha gehört zum ersten Mal mit zu den "Mordomos". Sie sind die Auserwählten, die diesmal in Aveiro das Fest São Gonçalinho organisieren. Er und seine 17 Mitstreiter müssen dafür mindestens genauso viel Geld sammeln wie im Vorjahr. Doch irgendetwas läuft schief. Kann Zé die Lage mit einer neuen Strategie retten? Die Regatta der Moliceiros im "Venedig" Portugals Die verträumte Lagunenstadt Aveiro erinnert mit ihren zahlreichen Kanälen an Venedig. Die Moliceiros, schmale Pinienholzboote, sind das Markenzeichen der Stadt. Früher transportierte man damit Algen, Salz oder Fisch. Heute sind sie vor allem Touristenattraktion. Felisberto Amador ist einer der letzten Moliceros-Bootsbauer und besitzt selber eines. Damit will er als Skipper an der jährlichen Regatta teilnehmen, das Highlight des Jahres. Doch schon beim Start läuft es für ihn ganz anders als geplant. Kampf der Giganten: die Chega de bois Im Hochsommer beginnt in Medeiros, hoch oben im Norden des Landes, die Saison der Chega de bois, ein Kräftemessen von zwei Stieren der besonderen Rasse Barrosã. Horácio dos Santos gehört zu den jüngsten Teilnehmern. Sein Lieblingsstier Cabano hat im Vorjahr dem Favoriten das Fürchten gelehrt. Der "Kampf der Giganten" in Medeiros, ganz in der Nähe der kleinen Stadt Montalegre, ist der Höhepunkt des Jahres. Für Horácio bedeutet diese Zeit höchste Anspannung. Die Erwartungen sind hoch. Und das Preisgeld kann er gut gebrauchen. Doch das Finale wird zur Zitterpartie. Der Gegner ist viel stärker als gedacht. Muss Cabano seinen Titel abgeben? Die Brückenspringer von Porto Im Kontrast zum einsamen Leben in der Natur steht das bunte Treiben in den Städten. In kaum einer anderen Stadt ist das so deutlich zu spüren wie in Porto. Die aufstrebende Hafenstadt in traumhafter Kulisse an der Flussmündung des Douro ist 2014 zur besten Reisedestination Europas gewählt worden. Die Ponte Dom Luis ist das Wahrzeichen von Porto. Die Brücke ist UNESCO-Weltkulturerbe und verbindet die Altstadt mit der benachbarten Stadt Vila Nova de Gaia, in der sich die großen Portweinlager befinden. Im Sommer wird die Brücke zum Schauplatz einer außergewöhnlichen Mutprobe. Trotz Schiffsverkehr und starker Strömung stürzen sich Wagemutige in die Fluten des Douro. Bei Ebbe sind es etwa 25 Meter bis zum Wasser. Für Anabela Moreira und ihre Tochter Belinha gehört das Brückenspringen zum Leben dazu. Trotz des starken Windes will die Teenagerin Belinha diesmal sogar einen Sprung vom höher liegenden Geländer der Brücke wagen. Ein kühner Plan. Wird sie es tatsächlich schaffen?


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