Religion und Tradition liegen im Norden Portugals dicht beieinander. In der Lagunenstadt Aveiro regnet es einmal im Jahr zu Ehren des heiligen Gonçalinho süßes Gebäck vom Himmel. Die sogenannten Cavacas werden vom Dach der Kapelle geworfen - und mit Krabbennetzen, Regenschirmen oder Eimern aufgefangen. Aveiro erinnert mit seinen zahlreichen Kanälen an Venedig. Die Moliceiros, schmale Pinienholzboote, bestimmen hier das Stadtbild. Felisberto Amador ist einer der letzten Bootsbauer. Er besitzt selbst ein Moliceiro und will als Skipper an der jährlichen Regatta teilnehmen. Hoch oben im Norden des Landes, in Medeiros, beginnt im Hochsommer die Saison der Chega de Bois - ein Kräftemessen von zwei Stieren der besonderen Rasse Barrosã. Im Kontrast zum Leben in der Natur steht das pulsierende Treiben in Porto, in traumhafter Kulisse an der Flussmündung des Douro gelegen. Die Ponte Dom Luís ist das Wahrzeichen der Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe. Im Sommer wird die Brücke zum Schauplatz einer außergewöhnlichen Mutprobe. Trotz Schiffsverkehr und starker Strömung stürzen sich Wagemutige von ihr hinab in die Fluten des Douro.