Predictive Policing, eine Prognose-Software zur Voraussage von Verbrechen, ist in Großstädten wie Chicago London oder München längst Realität. "Pre-Crime" gewa¨hrt umfassende Einblicke in die Methoden des Predictive Policing und geht der Frage nach, wen die Algorithmen, die zum Einsatz kommen, schu¨tzen - und wen nicht. Wie zuverla¨ssig ist die Technologie, und wer profitiert von dieser Entwicklung tatsa¨chlich? Eine Software, die voraussagt, wo und wann ein Verbrecher zuschlägt, das klingt nach einem Science-Fiction-Szenario im Stil von "Minoritiy Report", das ist aber in Städten wie Chicago, London oder München längst Realität. Und ob wir gefährlich sind oder nicht, wird schon heute von Polizeicomputern entschieden. Predictive Policing nennt sich die Methode und dieses Zukunftsversprechen ist nicht nur ein positives Big Data, es dient als Quelle, die wir selbst kontinuierlich mit persönlichen Informationen befüllen. An der Stelle, an der der Film "Citizen Four" aufhört, geht "Pre-Crime" einen Schritt weiter. Die Regisseure Monika Hielscher und Matthias Heeder stellen einige der brennendsten Fragen unserer Zeit: Wie viel Freiheit sind wir bereit aufzugeben für das Versprechen absoluter Sicherheit? Und können wir uns auf das Urteil von Computern und Algorithmen wirklich verlassen? Das Filmteam reist um die halbe Welt und stellt Menschen vor, die täglich mit dieser Technologie arbeiten und sie weiterentwickeln. Aber auch Menschen, die zu den Opfern dieser Technologie wurden. In "Pre-Crime" wird gezeigt, dass die Zukunft hat uns längst eingeholt hat. Faszinierend und furchterregend zugleich dringen utopische Kontrollszenarien immer mehr in unser Leben ein.