Seit mehr als 70 Jahren ist er der Mann an der Seite der Queen oder korrekter gesagt, der Gemahl immer hinter Ihrer Majestät: Prinz Philip, der Herzog von Edinburgh. Die Briten nennen ihn auch gern "Herzog des Risikos", diesen Titel hat der Gemahl der Queen nicht verliehen bekommen, sondern sich hart erarbeitet: Mit trockenem englischen Humor sorgt er nämlich immer wieder auf internationalem Parkett für Lacher, auch gern auf Kosten seiner Gastgeber oder seiner Gäste. Geboren ist er auf der griechischen Insel Korfu als einziger Sohn von Prinz Andreas von Griechenland und Prinzessin Alice von Battenberg. Väterlicherseits entstammt Prinz Philip dem Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Seine Kindheit ist von vielen familiären Konflikten geprägt. Die Eltern müssen ins Exil, trennen sich früh. Mutter Alice leidet unter Schizophrenie. Nachdem sich ihre psychische Krankheit verschlimmert, wächst Philip in Internaten in Deutschland und Großbritannien auf. 1947 heiratet er die damalige Thronfolgerin Elizabeth und nimmt sowohl die britische Staatsbürgerschaft als auch den Namen Mountbatten, als anglisierte Form des von Battenberg, an. Seither begleitet der Duke of Edinburgh die Königin bei offiziellen Anlässen stets in gebührendem Abstand, doch immer mit einer ordentlichen Prise Humor, was auch die Queen gern amüsiert zur Kenntnis nimmt. Nach seinem Erfolgsrezept für diese lange Beziehung befragt, gibt Prinz Philip einmal zu Protokoll: "Das Geheimnis einer glücklichen Ehe ist, unterschiedliche Interessen zu behalten." In den 98 Jahren seines Lebens hat er sich großen Respekt erarbeitet. Im August 2017 trat er in den mehr als verdienten Ruhestand. Anlässlich des Geburtstages von Prinz Philip äußern sich unter anderem sein Biograf Gyles Brandreth, sein Neffe Prinz Georg von Hannover, Königshausexpertin Leontine Gräfin von Schmettow, der Adelsexperte Jürgen Worlitz, die ehemalige ARD-Korrespondentin Hanni Hüsch und der Moderator Jörg Thadeusz über den Gemahl hinter der Queen.