Private Banking

  • Der Präsident der schweizerischen Bankiersvereinigung, Leopold Weyer (Christian Kohlund), erleidet plötzlich einen Herzinfarkt. Vergrößern
    Der Präsident der schweizerischen Bankiersvereinigung, Leopold Weyer (Christian Kohlund), erleidet plötzlich einen Herzinfarkt.
    Fotoquelle: ARTE/SSR
  • Marco Antonelli (Marc Benjamin) und Caroline Pfister (Stephanie Japp) Vergrößern
    Marco Antonelli (Marc Benjamin) und Caroline Pfister (Stephanie Japp)
    Fotoquelle: ARTE/SSR
  • Caroline Pfister (Stephanie Japp) ist das schwarze Schaf der Familie und lebt mit ihrem Partner Arnaud Andrin (Bruno Todeschini) auf dem Land. Vergrößern
    Caroline Pfister (Stephanie Japp) ist das schwarze Schaf der Familie und lebt mit ihrem Partner Arnaud Andrin (Bruno Todeschini) auf dem Land.
    Fotoquelle: ARTE/SSR
  • Der smarte Emporkömmling Marco Antonelli (Marc Benjamin) und Caroline Pfister (Stephanie Japp) Vergrößern
    Der smarte Emporkömmling Marco Antonelli (Marc Benjamin) und Caroline Pfister (Stephanie Japp)
    Fotoquelle: ARTE/SSR
  • Zwischen Edi Luchsinger (Dietrich Siegl, re.) und Carolines Stiefbruder Alexander Weyer (Fabian Krüger, li.) tobt ein Machtkampf. Vergrößern
    Zwischen Edi Luchsinger (Dietrich Siegl, re.) und Carolines Stiefbruder Alexander Weyer (Fabian Krüger, li.) tobt ein Machtkampf.
    Fotoquelle: ARTE/SSR
  • Stefanie Pfenninger (Anna Schinz, li.) und Caroline Pfister (Stephanie Japp, re.) entwickeln eine neue Strategie für die zukünftige Ausrichtung der Bank. Vergrößern
    Stefanie Pfenninger (Anna Schinz, li.) und Caroline Pfister (Stephanie Japp, re.) entwickeln eine neue Strategie für die zukünftige Ausrichtung der Bank.
    Fotoquelle: ARTE/SSR
TV-Film, TV-Drama
Eine versaute Konstruktion
Von Maximilian Haase

Infos
Audiodeskription, Synchronfassung, Produktion: Hugofilm Productions, ARTE, SRF / SRG SSR, Online verfügbar von 28/06 bis 28/07
Produktionsland
Schweiz
Produktionsdatum
2017
arte
Do., 28.06.
20:15 - 21:45
Folge 1, Ad interim


Der zweiteilige Thriller "Private Banking" nähert den Schweizer Privatbanken und deren Krise angesichts des sich wandelnden Finanzsystems.

Ein Thriller im Finanzmilieu? Unweigerlich kommen einschlägige US-Filme wie "The International" und "The Wolf of Wall Street" in den Sinn. Doch während diese von Hollywood glänzend in Szene gesetzten Werke zugespitzt und weit entfernt wirken, setzt der Thriller "Private Banking" auf die nicht minder spannende Realität des Schweizer Bankensystems. Die zweiteilige SRF-Produktion, die ARTE nun wiederholt, nähert sich unter Regie von Bettina Oberli einem Finanzsystem, das angesichts des Wandels hadert. Ein heikles Thema zur richtigen Zeit.

Ein Neuling an der Spitze einer grossen Bank? In "Private Banking" wird genau dieses Szenario durchgespielt: Die unerfahrene Caroline (Stephanie Japp) arbeitet eigentlich als Entzugshelferin, auch privat ist sie eher eine Aussenseiterin. Doch dann verschlägt es die junge Frau mitten in die Höhle der Schweizer Finanz-Löwen: Das Lebensprojekt ihres Vaters, die Zürcher Privatbank Weyer, muss gerettet werden. Der Wandel des Finanzsystems hat dem Kreditinstitut schwer zugesetzt.

Caroline nimmt die Herausforderung an, auch wenn ihr Bruder davon nicht begeistert ist. Mit Grund: Schritt für Schritt deckt die Newcomerin die über Jahre angehäuften Geheimnisse der Bank auf – und kommt auch den damit zusammenhängenden Machenschaften ihrer Familie auf die Schliche.

Man wagt sich damit an ein heikles Thema, das derzeit ausgiebig diskutiert wird: Wie kommt es, dass vom Großteil des gesellschaftlichen Reichtums nur wenige profitieren? Was haben traditionsreiche Privatbanken damit zu tun? Und was läuft hinter den Fassaden des bröckelnden Bankengeheimnisses ab? Weitere Hauptrollen spielen Marc Benjamin, Anna Schinz, Dietrich Siegl, Bettina Stucky und Christian Kohlund.

Drehbuchautor Thomas Ritter, der selbst als Headhunter tätig war und das System kennt, analysierte im Gespräch mit dem SRF: "Die Schweizer Bankenwelt und insbesondere das Bankgeheimnis hat viel mit unserem Landesbild zu tun. Diskretion, Sicherheit, Stabilität – das sind Schweizer Werte, die wir jahrelang nach aussen getragen haben. Dieses Wertesystem ist nun zusammengebrochen." Ob denn die Realität das im Film Konstruierte noch übertreffen könne? "Ich finde, unsere Konstruktion ist schon recht versaut", sagt Ritter. "Aber es ist natürlich möglich und anzunehmen, dass es noch schlimmer geht. Denken wir an die Panama Papers. Da passieren abstruse Dinge, die innerhalb dieses Systems völlig normal sind."

Teil 2 des Bankenthrillers zeigt ARTE gleich im Anschluss, um 21.45 Uhr.


Quelle: teleschau – der Mediendienst


Werbepause? Zeit für Spielchen!

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