Rabenalarm im Norden

  • Bio-Schafzüchterin Jutta von Kuick will ihre Lämmer vor Kolkraben schützen. Vergrößern
    Bio-Schafzüchterin Jutta von Kuick will ihre Lämmer vor Kolkraben schützen.
    Fotoquelle: NDR
  • Mehrere Hundert Kolkraben sammeln sich an einer Schweinemastanlage bei Wardow (MW). Es ist Deutschlands größte Ansammlung von Kolkraben. Vergrößern
    Mehrere Hundert Kolkraben sammeln sich an einer Schweinemastanlage bei Wardow (MW). Es ist Deutschlands größte Ansammlung von Kolkraben.
    Fotoquelle: NDR
  • und will Saatkrähen aus der Stadt vertreiben. Vergrößern
    und will Saatkrähen aus der Stadt vertreiben.
    Fotoquelle: NDR
  • Anette Schmidt aus Elmshorn sagt, im Frühling ist wegen des Lärms der Saatkrähen, die Hölle los auf ihrem Balkon. Vergrößern
    Anette Schmidt aus Elmshorn sagt, im Frühling ist wegen des Lärms der Saatkrähen, die Hölle los auf ihrem Balkon.
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  • Im Frühling während der Brutzeit sind Saatkrähen besonders aktiv. Vergrößern
    Im Frühling während der Brutzeit sind Saatkrähen besonders aktiv.
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Natur+Reisen, Tiere
Rabenalarm im Norden

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
NDR
Fr., 24.08.
21:15 - 21:45
Von klugen Vögeln und genervten Menschen


Rabenvögel sind klug und schwer zu vertreiben. Saatkrähen gehören dazu ebenso wie Kolkraben. Die Stadt Elmshorn in Schleswig-Holstein hat seit Jahrzehnten ein Problem mit Saatkrähen. Dort gibt es ungefähr 1.000 Brutpaare. Morgens und abends in der Dämmerung sind die Vögel am lautesten. Richtig genervt sind viele Elmshorner aber erst, wenn die Saatkrähen im Frühjahr in großen Kolonien brüten. Denn dann machen die mitteilungsfreudigen Tiere den ganzen Tag über mit ihren Rufen den bekannten Krächzlärm. Zudem koten sie die Innenstadt voll. Die Vögel stehen unter Naturschutz. Der Versuch, sie aus den Städten oder von den Wiesen der Landwirte zu vertreiben, ist in der Vergangenheit regelmäßig gescheitert. Doch in diesem Jahr hat die Stadt Elmshorn mehr als 50.000 Euro an Steuergelder bereitgestellt, um die Saatkrähen von besonderen Plätzen in der Stadt zu vertreiben. Jörg Schmidt-Hilger vom Amt für Stadtentwicklung Elmshorn ist verantwortlich für das Thema Krähen. Bei ihm landen die Beschwerden von Bürgern, die der Meinung sind man solle die Vögel "einfach abknallen". Dieses Jahr hat er einen Großeinsatz geplant: Regelmäßig sollen die Nester zerstört werden, damit die Krähen erst gar nicht brüten können. Dazu soll eine Lautsprecheranlage installiert werden, aus der nachgeahmte Raubvögelgeräusche kommen, die die Krähen vertreiben sollen. Und dann soll auch noch der Jäger mit der Schreckschusspistole zum Einsatz kommen. Wird der Plan aufgehen? Auch Jutta von Kuick und Wolfgang Grimme sind genervt von den schwarzen Vögeln. Genauer gesagt von Kolkraben, den größeren Vertretern aus der Familie der Rabenvögel. Kuick und Grimme bewirtschaften einen Biohof auf Gut Wardow, Mecklenburg-Vorpommern. Hier halten sie auch eine große Schafherde mit mehr als 300 Tieren, die das ganze Jahr über draußen leben und dort auch ihre Lämmer zur Welt bringen sollen. So die Idee der Biolandwirte. Doch im letzten Jahr haben Kolkraben viele der gerade geborenen Lämmer attackiert und verstümmelt, berichten sie. Einige der Tiere sind verendet. Schlimme Bilder, die Jutta von Kuick nicht vergessen hat. In diesem Jahr wollen es die Biolandwirte besser machen und sich auf die "schwarzen Gesellen" vorbereiten", wie Wolfgang Grimme die männlichen, nicht brütenden Kolkraben nennt. Jutta von Kuick und Wolfgang Grimme haben dafür gesorgt, dass die Schafe erst ablammen, wenn das Wetter mild ist, und einen Schäfer beauftragt, der tagsüber auf die Tiere aufpasst. Für nachts steht ein Herdenhund Wache. Werden diese Maßnahmen funktionieren und die Lämmer schützen? Die Reportage begleitet die Protagonisten über mehrere Monate bei ihrem Versuch, die schwarzen Vögel in den Griff zu bekommen und dokumentiert das Ringen zwischen Mensch und Natur.


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