Ein Dokumentarfilm zur Wahrnehmung des Klimawandels, der das so komplexe wie komplizierte Phänomen aus ganz persönlichen Perspektiven erzählt. Eine Szene zeigt an einer Hochhausfront herabfallende Eisbären. Und nun? Klimawandel? Der Klimawandel hat ein Wahrnehmungsproblem: Es wird an ihm vorbeiverhandelt, vorbeigedacht und vorbeigeschaut. Nicht aus Ignoranz, eher aus dem menschlichen Unvermögen heraus, das abstrakte Problem "Klimawandel" als globale Erscheinung zu begreifen. Die Wahrnehmung über den Klimawandel ist sehr unterschiedlich und der mediale Einfluss scheint dabei eine zentrale Rolle zu spielen. Eine Reise in ein stark vom Klimawandel betroffenes Land führt zu einem persönlichen Gespräch mit dem Kleinbauern Lorenzo. Hier geht es nicht um die Auswirkungen des Klimawandels auf seinem Feld, sondern darum, wie extrem unterschiedlich zum einen die Menschen im urbanen Raum, zum Beispiel in Dresden, und zum anderen die Bauern in Bolivien Klimawandel wahrnehmen. In Form einer Filmcollage werden mittels Realfilm, Trickfilm und Animation verschiedene Wahrnehmungsarenen dargestellt. Dabei werden bewusst sowohl der urbane und der agrarische Raum als Leitmotiv gegenübergestellt sowie wissenschaftliche Realität mit wahrgenommenem Alltag konfrontiert. Der Film bündelt so Perspektiven unterschiedlicher Menschen und Gesellschaften über den Klimawandel und führt sie zurück auf den wahrnehmenden Menschen.