In einer vielleicht nicht allzu fernen Zukunft in Paris. Vincent hat sich gerade den Chip «Reality+» in sein Hirn implantieren lassen und darf sich nun seinen neuen, virtuellen Wunschkörper auswählen. Gesicht, Haare, Muskeln, Stimme - alles lässt sich mit einem Wisch zusammenstellen. Während der zwölf Stunden Aktivzeit nehmen alle Chipbesitzer ihre eigenen und die Luxuskörper der anderen wahr. Vincent fühlt sich dermassen wohl in seiner virtuellen Haut, dass er gedenkt, den Chip zu manipulieren. Der französischen Regisseurin Coralie Fargeat ist mit «Reality+» ein visuell bestechender Kurzfilm gelungen, der, unheimlich und faszinierend zugleich, den schönen Schein beleuchtet und die Frage aufwirft: Würden wir wirklich alle wie stromlinienförmige Unterwäschemodels herumlaufen, wenn wir wählen könnten?