Régis Debray, Lebensweg eines französischen Intellektuellen

Régis Debray (re.), Philosoph, Schriftsteller und ehemaliger Mitstreiter Che Guevaras, unterhält sich mit dem ehemaligen Premierminister Dominique de Villepin. Vergrößern
Régis Debray (re.), Philosoph, Schriftsteller und ehemaliger Mitstreiter Che Guevaras, unterhält sich mit dem ehemaligen Premierminister Dominique de Villepin.
Fotoquelle: ARTE France
Report, Zeitgeschichte
Régis Debray, Lebensweg eines französischen Intellektuellen

Infos
Synchronfassung, Online verfügbar von 29/12 bis 06/01
Produktionsland
Frankreich
Produktionsdatum
2014
arte
Sa., 29.12.
05:20 - 06:15
2. Kapitel: Republik


Die Geschichte wird mit den Schicksalen ihrer Protagonisten geschrieben, die sie verkörpern und erzählen. Namenlose werden dabei oft vergessen. Régis Debray, französischer Intellektueller, Kampfgenossse Che Guevaras und Berater des französischen Präsidenten François Mitterrand, blickt hinter die Kulissen der Geschichtsschreibung und verschafft auch jenen Gehör, die nie im Rampenlicht standen. So zeigt Debray die unbekannte Seite bekannter Persönlichkeiten, darunter Louis Althusser, Che Guevara, Fidel Castro, Salvador Allende, Roland Dumas, Jean-Paul Sartre, François Mitterrand, Simone Signoret, Yves Montand, Chris Marker und Beatriz Allende. Debrays großes Anliegen ist es, auch den Schleier des Vergessens zu lüften, den die offizielle Geschichtsschreibung über eine Vielzahl namenloser Genies und anonymer Helden gebreitet hat, denen ein ehrenvoller Platz in der Geschichtsschreibung zusteht. Debray erzählt von bewegenden Schicksalen Einzelner, die neben anderen, die berühmt wurden, ihren Beitrag zur Weltgeschichte geleistet haben. So zum Beispiel Benigno, einer der letzten Wegbegleiter Che Guevaras, der den Guerillakampf in Bolivien überlebte. Mit ihm hatte sich Régis Debray in Kuba auf den Einsatz vorbereitet, bevor er im Regenwald von Santa Cruz zu ihnen stieß. Und Michèle Firk, die sich in Guatemala der Guerilla anschloss. Als die guatemaltekische Armee sie gefangen nahm, ging sie lieber in den Freitod, als sich zu ergeben. Und Adolfo Kaminsky, ein in Argentinien geborener Jude mit französischer Staatsbürgerschaft, der sich als professioneller Fälscher in den Dienst der Freiheitskämpfer stellte und sie mit falschen Pässen versorgte. Régis Debray konfrontiert in der zweiteiligen Dokumentation seine eigenen Erinnerungen mit denen anderer Zeitzeugen und zeichnet in den zwei Kapiteln "Revolution" und "Republik" nicht nur seinen eigenen Lebensweg nach, sondern spannt einen historischen Bogen von den 60er Jahren bis heute.


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