Geld stinkt, sagen die einen und nennen Superreiche rücksichtslos. Dahinter stecke nur Neid, sagen die anderen und verweisen auf den massiven Steuerbeitrag der Reichen. Die Moderatorin Barbara Bleisch will von ihren Gästen wissen: Wie reich darf man sein? Gegen Ende des Jahres präsentiert das Wirtschaftsmagazin "Bilanz" in alljährlicher Tradition 300 Schweizerinnen und Schweizer, die wie Dagobert Duck im Geld schwimmen könnten. Für den Philosophen Christian Neuhäuser ist Reichtum ein moralisches Problem: Jene, die weniger haben, seien vom kulturellen Leben oft ausgeschlossen, und die Reichen erkauften sich politische Macht und untergrüben damit die Demokratie. Für den Ethiker Markus Huppenbauer ist demgegenüber Reichtum nicht grundsätzlich ein Problem, sondern nur dann, wenn das Vermögen beispielsweise durch Betrug oder Zwang erworben wurde. Karin Stüber, Präsidentin der Mercedes-Benz Automobil AG und selbst auf der Liste der 300 reichsten Schweizerinnen und Schweizer, glaubt, dass reiche Menschen unkompliziert und schnell da helfen können, wo der Staat keine Möglichkeit hat.