Diesmal durchstreift Michael Reisecker mit seinem alten Fahrrad das Steyrtal in Oberösterreich. Bald trifft er auf eine Musikkapelle, die bei ihrem traditionellen "Mai-Anblasen" von einem fröhlichen Gast, einer jungen Nonne, begleitet wird. Sie sorgt nicht nur für den himmlischen Beistand, sondern vor allem auch für gute Laune. Kurz darauf verschlägt es den neugierigen Filmemacher in eine alte Schmiede, wo er die beiden Söhne des Hauses, ein 100-jähriger Familienbetrieb, bei ihrer Arbeit beobachtet. Die Burschen trotzen gekonnt der Hitze des Schmiedefeuers und erklären dem interessierten Reisecker gerne ihr eisernes Handwerk. In Steinbach an der Steyr entdeckt der Dokumentarist die Tiere einer findigen Bauernfamilie. Sie hat sich wegen des sinkenden Milchpreises nach einer wirtschaftlichen Alternative umgesehen – und ist auf die Straußen-Zucht gekommen. So eigenwillig die zutraulichen Laufvögel sind, so vielfältig ist ihr Verwendungszweck. In Molln hört der Regisseur von einem "klingenden Botschafter" – einem Pionier der Maultrommel-Erzeugung. Er macht sich sofort auf den Weg zu ihm und kurz darauf führt der rüstige Herr schon vor, wie man mit dem kleinen Musikinstrument spielt. Dieses hat ihn schon oft weit in die Welt hinausgeführt, aber auch zahlreiche Gäste aus aller Herren Länder ins beschauliche Molln gelockt. Zum Abschluss seiner Reise durch das Steyrtal sattelt Michael Reisecker in Grünburg für eine Fahrt in einer Dampfeisenbahn um, in der auch für seinen alten Drahtesel genügend Platz ist.