Reisen in ferne Welten

  • Karibus im Muncho Lake Park. Vergrößern
    Karibus im Muncho Lake Park.
    Fotoquelle: ZDF/SR/Karl Teuschl
  • Der Alaska Highway überquert die Rocky Mountains. Vergrößern
    Der Alaska Highway überquert die Rocky Mountains.
    Fotoquelle: ZDF/SR/Karl Teuschl
  • Dawson Creek, der Startpunkt des Alaska Highway. Vergrößern
    Dawson Creek, der Startpunkt des Alaska Highway.
    Fotoquelle: ZDF/SR/Karl Teuschl
  • Endstation Delta Junction, Alaska. Vergrößern
    Endstation Delta Junction, Alaska.
    Fotoquelle: ZDF/SR/Karl Teuschl
  • Der 2500 km lange Alaska Highway wurde in neun Monaten gebaut. Vergrößern
    Der 2500 km lange Alaska Highway wurde in neun Monaten gebaut.
    Fotoquelle: ZDF/SR/Karl Teuschl
Natur+Reisen, Landschaftsbild
Reisen in ferne Welten

3sat
Do., 04.01.
18:15 - 19:00
Alaska Highway - Pionierroute in die Wildnis


Noch heute ist der Alaska Highway die einzige Straßenverbindung nach Alaska. In nur sieben Monaten wurde der "Alcan Highway" 1942 durch den hohen Norden Nordamerikas vom US-Militär gebaut. Eine 2400 Kilometer lange Piste durch Sümpfe und Bergketten. Im Zweiten Weltkrieg sollte auf diesem Weg Nachschub nach Alaska gebracht werden, um einen Angriff der Japaner abzuwehren. Seither hat sich die Fernstraße zu einer Route für Touristen und Trucker gewandelt. Von seinem offiziellen Startpunkt in Dawson Creek folgt das Kamerateam dem Alaska Highway durch die einsamen Ausläufer der Rocky Mountains in British Columbia und durch das Yukon Territory immer weiter nach Nordwesten, bis Alaska erreicht ist. Trotz des Namens verläuft die legendäre Fernstraße nämlich zum größten Teil durch Kanada - nur das Ziel heißt Alaska. Beim Bau wurde die Straße noch "Alcan Highway" genannt, Alaska-Canada-Highway. Damals war die Piste noch viel kurviger, um eventuellen Fliegerangriffen der Japaner den Beschuss von Militärkonvois zu erschweren. Inzwischen ist die Strecke längst begradigt - und um 50 Kilometer kürzer. Großartige Naturlandschaften umrahmen den Highway, bis heute weitgehend unberührt. Die nördlichen Rocky Mountains sind die Heimat von Elchen und Karibus, Bergschafen und Wölfen. Nur 30 000 Menschen leben hier in einer Region so groß wie Deutschland. Auch der höchste Berg Kanadas, der 5959 Meter hohe Mount Logan, liegt am Weg. Seine gewaltigen Gletscher sind das Ziel von Buschpiloten, die hier sogar auf Skiern landen können. Im Yukon Territory bei Whitehorse kreuzt die alte Route der Goldgräber auf dem Weg zum Klondike den Highway. Dort arbeitete einst Jack London auf dem Fluss als Lotse. In Watson Lake steht noch der Flugzeughangar aus dem Zweiten Weltkrieg, über den damals Bomber über die Beringstraße zur Rußlandfront nach Europa geflogen wurden. An diese Luftbrücke erinnert auch noch ein großes Denkmal in Fairbanks, Alaska. Entlang des Highways trifft Filmemacher Karl Teuschl interessante und auch skurrile Charaktere: einen indianischen Künstler, der auch in der modernen Welt seine Wurzeln nicht verleugnen will, einen seit 50 Jahren Wirt eines klassischen Roadhouses, einen österreichischen Schlittenhundezüchter, eine Nationalpark-Rangerin - und einen Norweger mit einem Kinderwagen, der den ganzen Alaska Highway zu Fuß geht. Ein Highway, der Geschichte und Geschichten vereint.


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