Eigentlich hätte das Schiff von Robinson Crusoe auf direktem Weg Ostafrika ansteuern sollen, um dort Sklaven zu kaufen. Im Jahr 1744 ist der Sklavenhandel ein lukratives und bedeutendes Geschäft. Auch Robinson als neuer Eigentümer einer Zuckerrohrplantage in Venezuela braucht dringend Sklaven. Doch dann entscheidet sich der Kapitän, einen Abstecher nach Santo Domingo zu machen. Als Robinson dagegen protestiert, wird er in der Nähe einer kleinen Insel ausgesetzt. Am nächsten Tag entdeckt Robinson, dass das Sklavenschiff während eines Sturmes Schiffbruch erlitt. Außer Robinson hat nur die Hündin Venus überlebt. Von den aus dem Schiffswrack geretteten Gegenständen sind einige Musketen, Pistolen und etwas Schwarzpulver am Nützlichsten. Doch Robinsons erste Jagdversuche scheitern erbärmlich, nur unter großen Schwierigkeiten findet er sich mit dem Einsiedlerdasein zurecht. Als er wenig später das Skelett eines ebenfalls gestrandeten Mannes entdeckt, schwindet seine Hoffnung komplett. Eines Tages jedoch erhält Robinson unerwartet Besuch. Indianer durchstreifen den Wald der Insel: kriegerische Kannibalen. Für seinen Abenteuerroman "Robinson Crusoe" ließ sich Autor Daniel Defoe von der wahren Geschichte des schottischen Seefahrers Alexander Selkirk inspirieren, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts vier Jahre und vier Monate auf einer chilenischen Insel ums Überleben kämpfte. Der französische Regisseur Thierry Chabert hat den Weltliteratur-Klassiker als zweiteiligen Fernsehfilm adaptiert, und dabei die gesellschaftskritischen Elemente der Vorlage hervorgehoben. Die Hauptrolle des tapferen Robinson Crusoe spielt Frankreichs Kino-Ikone "Der große Blonde" Pierre Richard, seinen treuen Freund Freitag verkörpert Nicolas Cazalé.