Romy Schneider - Ein Star zwischen Frankreich und Deutschland

Report, Themenabend
Romy Schneider - Ein Star zwischen Frankreich und Deutschland

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Filmreihe
arte
So., 16.09.
20:15 - 22:00


Romy Schneider gilt bis heute als eine der ganz großen deutschsprachigen Schauspielerinnen der Nachkriegszeit. Am 23. September 2018 wäre sie 80 Jahre alt geworden. Was verbarg sich hinter der glamourösen Fassade ihres Lebens, was hinter den wechselnden Masken ihrer Rollen? ARTE begibt sich mit einer Filmreihe und einem Porträt, das auf einem 1976 von Alice Schwarzer geführten Interview basiert, auf Spurensuche. Den Auftakt macht Claude Sautets Film "César und Rosalie" aus dem Jahr 1972, in dem Romy Schneider an der Seite von Yves Montand die weibliche Hauptrolle der Rosalie verkörpert. Wie die Schauspielerin im wahren Leben, hat auch ihre Rolle ein bewegtes Liebesleben: Nachdem Rosalie ihre Beziehung mit dem Maler Antoine beendet hat, lebt sie mit dem Charmeur César zusammen. Überraschend taucht dann ihr Ex-Liebhaber, der Künstler David, wieder auf und Rosalie ist hin- und hergerissen, bis sie sich letztlich für keinen der beiden Männer, sondern für sich selbst entscheidet. Eine charmante Liebeskomödie, in der Romy Schneider einmal mehr durch ihre außergewöhnliche Aura glänzt. Weiter geht es mit einem zweiten Film von Claude Sautet: "Eine einfache Geschichte" von 1978, dem letzten von insgesamt fünf Filmprojekten, in denen Sautet die Schauspielerin auf die weibliche Hauptrolle besetzte. Marie, deren Charakter Sautet Romy Schneider auf ihren persönlichen Wunsch hin auf den Leib geschrieben hat, ist eine Frau, die vom Leben und der gescheiterten Liebe gezeichnet ist und sich ihren Weg in die Unabhängigkeit bahnt - ähnlich wie auch Romy Schneider zu jener Zeit, die diese Rolle nicht zuletzt auch deshalb so selbstsicher und überzeugend ehrlich spielte. 1979 wurde sie dafür mit dem César ausgezeichnet. In Patrick Jeudys Dokumentarfilm "Ein Abend mit Romy Schneider", der auf einem Interview von Alice Schwarzer mit der Schauspielerin basiert, gewehrt der Regisseur einen Einblick in das reale Leben der Darstellerin. Wer war diese außergewöhnliche Frau wirklich? Was ging in dem Menschen Romy Schneider vor, deren Leben von schweren Schicksalsschlägen geprägt war? Wie lebte sie die Brüche in ihrer Biografie, das Scheitern ihrer Beziehungen, unter anderem zu Alain Delon und den beruflichen, schmerzhaften Loslösungsprozess von der Figur der Sissi, die das deutsche Publikum unbedingt weiterhin sehen wollte, während sie sich anspruchsvolleren Rollen zuwandte und zur Femme fatale des französischen Kinos entwickelte? All diesen Fragen geht der Film auf den Grund. Den Abschluss macht dann Aleksandar Petrovics "Gruppenbild mit Dame" aus dem Jahr 1979. Es handelt sich hier um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Heinrich Böll von 1971, in der Romy Schneider die Rolle der Leni Gruyten verkörpert: Eine Frau Ende 40, die die gesamte Geschichte von 1922 bis 1977 miterlebt und bei all der schweren Last versucht, ihr eigenes Leben zu leben und ihren persönlichen Idealen treu zu bleiben. Auch wenn der Film einiges an Kritik einstecken musste, wurde Romy Schneider mit dem Filmband in Gold für die beste darstellerische Leistung ausgezeichnet.


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